Opernfahrt zu Macbeth im Jahrgang 10

Letzten Mittwoch war ich im Theater Osnabrück und habe die Oper Macbeth von Giuseppe Verdi gesehen. Schon beim Betreten des Saals fand ich die Atmosphäre düster und spannend. In der Oper geht es um Macht, Ehrgeiz und Schuld. Macbeth wird durch Prophezeiungen und seine Frau dazu gebracht, einen König zu töten und verliert danach immer mehr den Verstand. Das Bühnenbild wirkte eher minimalistisch und dunkel. Vor allem dunkle Farben haben dominiert, was gut zur düsteren Stimmung der Geschichte gepasst hat. Dadurch konnte man sich stärker auf die Figuren und ihre Gefühle konzentrieren. Insgesamt fand ich das Bühnenbild gut umgesetzt und passend zur Handlung. Besonders eindrucksvoll fand ich die Hexenszenen, weil sie sehr unheimlich gewirkt haben. Auch die Mordszenen waren stark inszeniert, weil die Gewalt eher angedeutet wurde. Dadurch wirkte alles ernster und intensiver. Sehr beeindruckend war auch der Gesang. Vor allem wie kraftvoll und laut teilweise gesungen wurde, fand ich wirklich heftig und beeindruckend. Man hat gemerkt, wie viel Können dahinter steckt. Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass es teilweise auch anstrengend war zuzuhören, weil alles auf Italienisch gesungen wurde. Man musste sich sehr konzentrieren, um der Handlung zu folgen. Gerade wenn man Opern nicht so oft hört oder nicht so gerne mag, kann das schnell ermüdend werden. Dadurch fiel es mir manchmal schwer, durchgehend aufmerksam zu bleiben. Musik und Handlung haben grundsätzlich gut zusammengepasst. In spannenden Momenten hat die Musik die Gefühle verstärkt, sodass man mehr mitgefiebert hat. Trotzdem war die Länge der Oper zusammen mit der Sprache teilweise ziemlich fordernd und anstrengend. Insgesamt war die Oper von der Inszenierung, vom Bühnenbild und vom Gesang her wirklich gut gemacht. Der Gesang war sehr beeindruckend und die Aufführung war insgesamt qualitativ stark. Trotzdem waren wir am Ende nicht komplett überzeugt. Die Aufführung war für uns sehr lang, ging ziemlich spät abends und war dadurch anstrengend. Zusätzlich war alles auf Italienisch, was das Zuhören und Verstehen schwieriger gemacht hat. Ich denke, für Leute, die Opern sehr mögen, ist diese Aufführung auf jeden Fall empfehlenswert. Für Menschen, die Opern nicht so gerne hören, kann es aber schnell zu viel und anstrengend werden. Insgesamt war es trotzdem eine gute Oper, auch wenn sie für uns persönlich sehr intensiv und etwas zu lang war.
Kim und Xenia