Aschermittwochsgottesdienst


Ins Wasser fällt ein Stein
Ganz heimlich, still und leise
Und ist er noch so klein
Er zieht doch weite Kreise

Mit diesem Lied leiteten die talentierten Musikerinnen und Musiker den freiwilligen Gottesdienst am Aschermittwoch ein. Pfarrer Witte machte die erste Strophe des Liedes zum Ausgangspunkt seiner einleitenden Worte: Bereits ein kleiner Stein könne vieles anstoßen. Viele Mitglieder der Schulgemeinschaft nutzten die Gelegenheit, sich dem Beginn der Fastenzeit bewusst zu werden. Nach einer ausgelassenen Karnevalszeit seien aber auch Phasen im Leben notwendig, in denen man zur Ruhe komme, sich frage, wie man sich seinen eigenen Weg vorgestellt habe und was einem im Leben wichtig sei, so Pfarrer Witte. Dafür seien der Aschermittwoch und die 40-tägige Fastenzeit gut geeignet. In seiner Predigt sprach Pfarrer Witte dialogisch mit den Schülerinnen und Schülern und thematisierte auch schwierige Fragen des Zusammenlebens: Was soll ich tun, wenn jemand schlecht behandelt wird? Jeder kenne die Versuchung, manchmal lieber Teil einer Gruppe zu sein als sich gegen sie zu stellen, obwohl man wisse, dass ihr Handeln einem Mitschüler bzw. einer Mitschülerin gegenüber nicht in Ordnung sei. Leben bedeutet, in Beziehungen zu sein – mit seinen Mitmenschen, aber auch mit Gott. Die grundlegende Frage, die sich hinter all dem verbirgt, lautet schlussendlich: In was für einer Welt möchte ich leben? An dieser Frage kommen wir nicht vorbei. Möglicherweise bietet die kommende Fastenzeit die Gelegenheit, erste Antworten zu finden.

Wo Gottes große Liebe
In einen Menschen fällt
Da wirkt sie fort, in Tat und Wort
Hinaus in unsre Welt