„Jugend debattiert“ – Landeswettbewerb in Hannover: Beide Debattanten vom Gymnasium Bersenbrück gehen in die Offensive
Aus dem neuen Regionalverbund “Osnabrücker Haseland” durften vier Debattanten bei der nächsten Runde des Wettbewerbs teilnehmen. Nachdem sie sich in einem Vorbereitungsseminar ganz gezielt darauf vorbereitet hatten, stellten Anna-Lena Renze (12) und Johann Kempe (9 d) ihre Debattierfähigkeit im alten Plenarsaal des niedersächsischen Landtags unter Beweis. Auf hohem Niveau galt es jeweils einmal auf der Pro-Seite und einmal auf der Contra-Seite, nicht nur die besten Argumente zu haben, sondern inhaltlich und sprachlich zu überzeugen. In den Debatten ging um die Einführung einer Kindergartenpflicht für Kinder ab 3 Jahren, den Mindestlohn für arbeitende Strafgefangene, ein verpflichtendes Politikpraktikum für Schülerinnen und Schüler sowie die Frage, ob der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr über Randsportarten berichten solle. Was die gesellschaftliche Debatte und die Debatte in der Politik von den jungen Debattanten lernen könnten, unterstrich die Schirmherrin der Veranstaltung, Landtagspräsidentin Hanna Naber, vor den Finaldebatten noch einmal: der anderen Seite zuzuhören, aufeinander einzugehen und Kompromisse vorzubereiten. Die Entscheidungen nach den beiden Vorrundendebatten fielen – einem Landeswettbewerb typisch – denkbar knapp aus, als Zweitplatzierte des Regionalverbunds waren Anna-Lena und Johann über das Ausscheiden nach der Vorrunde nur kurz enttäuscht. Auch Justus von Strohe aus Bramsche sah den Spaß im Vordergrund, wie es auf der Homepage des Greselius-Gymnasium nachzulesen ist. Als Zuschauer auf den Plätzen der Abgeordneten verfolgten sie die beiden Finaldebatten der besten Vier und konnten in der Beobachterrolle neue Erkenntnisse für ihre Debattenfähigkeit gewinnen.
Insgesamt war der Landeswettbewerb „Jugend debattiert“ ein eindrucksvolles Erlebnis für die Nachwuchsdebattanten und ein gelungenes Zusammentreffen mit dem politisch-öffentlichen Wirkungsbereich.
Markus Strunk und Patrick Döring
(Foto und Quelle: Rita Cremering)
