Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ erhält neues Leben
Die Teilnahme am diesjährigen Regionalwettbewerb war für die Schulsiegerinnen und -sieger etwas Besonders, denn nach der zweijährigen Pause fand der Wettbewerb nicht als Präsenz-, sondern erstmals als Online-Wettbewerb mit einer Videokonferenz der teilnehmenden Schulen statt. Vom Gymnasium Bersenbrück traten in der Altersgruppe SEK II drei Schülerinnen an, um bei den Debatten über öffentlich-politisch aktuelle Themen ihre Rolle als Pro- oder Kontrarednerin einzunehmen und so das Thema möglichst vielschichtig zu beleuchten. Im Finale wurde Zoe Marie Kettmann Zweite und qualifizierte sich damit für die nächste Runde, das Landesfinale.
Ebenso wie Zoe nahmen Lina Hüttmann und Cara Knuf teil, Jana Laws fehlte krankheitsbedingt (alle Jahrgangsstufe 11). Zunächst ging es für die drei Neulinge in der Hinrundendebatte um die Frage, ob man einen Wandertag durch einen Projekttag zur mentalen Gesundheit ersetzen soll. Neben der Sachkenntnis waren Ausdruckvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugskraft zu zeigen. Die Bepunktung erfolgte durch eine dreiköpfige Jury. Alle drei Bersenbrückerinnen kamen gut mit dem Wortgefecht in der Videokonferenz zurecht, es waren kaum Unterschiede zu einem Debattenverlauf in Präsenz zu erkennen. Lediglich das Reden der Debattanten vor einem Publikum konnte das Online-Format nicht bieten. Nach der Rückrunde zum Thema selbstverwalteter Etat für Jugendliche im Haushalt einer Gemeinde fiel die Gesamtwertung für Zoe so gut aus, dass sie sich für die Finaldebatte der besten vier Debattanten qualifizierte. Auf der Pro-Seite konnte sie mit ihrer Partnerin vom Greselius-Gymnasium Bramsche bei der Streitfrage, ob Moscheegemeinden der Ruf des Muezzins erlaubt werden soll, sachlich fundiert und schlagfertig auftreten; Einwände der Kontra-Seite griff sie geschickt auf, um sie in der eigenen Argumentation zu entkräften. Lediglich bei der Abschlussrede in der Debatte verlor sie einen Punkt zur Erstplatzierten aus Bramsche. Zoes Qualifikation fürs Landesfinale über diesen hervorragenden zweiten Platz ist vollkommen verdient. Auch Lina, Cara und Jana hat die Vorbereitung und das Debattieren im Wettbewerb so gut gefallen, dass sie sich vorstellen können, auch nächstes Jahr wieder in der Altersgruppe SEK II anzutreten.
Insgesamt nahmen 12 Debattanten vom Greselius-Gymnasium Bramsche, Gymnasium Bersenbrück, Burg-Gymnasium Bad Bentheim und Evangelisches Gymnasium Nordhorn teil. Der besondere Dank gilt Frau Dr. Jutta Stalfort, die zusammen mit Frau Brunn und Herrn Strunk die Jury-Mitglieder aus Bersenbrück bildete.
Markus Strunk

