Exkursion zur JVA Lingen


Als ´Soziales Seminar´ des 13. Jahrgangs haben wir am Montag, dem 20.11.23 die Justizvollzugsanstalt Lingen besucht. Die JVA liegt relativ mittig von Lingen und ähnelt keinem Gefängnis, wie es in Filmen präsentiert wird. Vielmehr ist sie von hohen Mauern mit Drähten umgeben, sieht aber an sich erstmal harmlos aus. Bevor wir überhaupt die JVA betreten durften, mussten wir unsere Personalien kontrollieren lassen, dann mussten wir unsere persönlichen Gegenstände wie Handys, Schlüssel und Brieftaschen von den Beamten einschließen lassen.

Als wir das Gelände betraten, wurden wir freundlich von Herrn Hanuschik begrüßt, der die Führung leitete. Zu Beginn der Führung präsentierte er uns noch die hauptsächlichen Fakten der JVA Lingen, wie die Anzahl der Inhaftierten, die verschiedenen Abteilungen sowie die Gesamtanzahl von Vollzugsanstalten in Niedersachsen. Dann zeigte er uns die verschiedenen Gebäude, wobei wir nicht in die Zellen der Inhaftierten durften, denn schließlich haben auch diese ein Recht auf Privatsphäre. Eines der Gebäude war eine kleine Halle, wo Firmen ihren Bestand lagern können und die Inhaftierten arbeiten können. Beispielsweise sortieren sie dort Schrauben oder stellen Verpackung für Firmen her. Zudem hat die JVA eine kleine Tischlerei, wo Büromöbel sowie Haftraummöbel erstellt werden. Ein weiterer Bereich, in dem die Inhaftierten ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, ist der Außenbereich, denn dort ist eine der Gefängnismauern mit den Bemalungen von Inhaftierten geschmückt. Ihre Energie dürfen die Inhaftierten im Fitnessraum umsetzen, den wir leider nicht betreten durften, da er gerade besetzt war. Während der Führung durften wir auch Fragen stellen und da ergab sich die Frage, ob man keine Angst habe, wenn sich die Inhaftierten „aufpumpen“. Jedoch wurde uns erklärt, wenn man die Inhaftierten mit Respekt sowie Würde behandle, so bekomme man dasselbe Verhalten zurück. Außerdem gibt einen Gebetsraum, der gerade in der Weihnachtszeit häufiger besucht werde, doch in der Kirche seien nicht nur Pastoren zu Besuch, sondern mittlerweile auch Imame.

Am Ende der Führung bekamen wir unsere persönlichen Gegenständen zurück und fuhren mit neuen Assoziation zu dem Wort „Gefängnis“ nach Hause. Schließlich ist das, was im Fernseher gezeigt wird, häufig übertrieben und gewaltvoller, als das, was beispielsweise in der JVA Lingen passiert.

Sara Krasniqi

Nikolausparty 2023


Die diesjährige Nikolausparty wurde definitiv zu einem der größten Highlights in diesem Schuljahr. Mit einer beeindruckenden Anzahl von 172 Schülern wurde auch die festlich geschmückte Aula gestürmt. Es war es faszinierend, die zahlreichen Aktivitäten und das muntere Treiben zu beobachten.
Die Spieleauswahl gestaltete sich so bunt wie die Stimmung selbst. Von dem classischen „1,2 oder 3“, das kluge Köpfe und schnelle Reflexe herausforderte, bis zu dem mit Spannung geladenen „Schlag den Mediator“, das vor allem Geschicklichkeit und Schnelligkeit auf die Probe stellte. Die Aktivität der Schüler kannte keine Grenzen, und jede Runde wurde von tosendem Applaus begleitet.
Die musikalische Unterhaltung erreichte ihren Höhepunkt mit dem Ratespiel „Lieder erraten“. Die Klänge von „Robbe“, „Cotton Eye Joe“ und  „Macarena“ ließen die Tanzfläche beben. Doch der Höhepunkt war zweifellos der  Tanz zu „Wenn du da bist“. Die Schüler performte eine fehlerfreie nachgetanzte Choreografie, die von mehreren Mediatoren vor getanzt wurde.
Die Verpflegungsstände waren nicht nur ein immer besuchter Anziehungspunkt, sondern auch Treffpunkt für erfrischende Cocktails und Softdrinks. Die Fotowand wurde zur Bühne für kreative Posen und fröhliche Erinnerungen, während die Garderobe förmlich überquoll vor Jacken und Mützen der feiernden Kinder.
Insgesamt hinterließ die Nikolausparty einen Höhepunkt des Jahres, Tanzbegeisterung und viel Spaß und Freude bei Schülern, Lehrern und Mediatoren.

Von Farben, Freundschaften und dem Mut, Du selbst zu sein – Seminarfach schreibt kunterbunte Kindergeschichten zum Vorlesen und Lesenlernen


Im Rahmen ihres Seminarfachs „Kinder- und Jugendliteratur“ (Dr. A. Hoffmann) gestalteten und illustrierten 18 Oberstufenschüler*innen des Jahrgangs 13 ihr eigenes Kinderbuch. In mehreren Seminarfachsitzungen und an zwei Wochenend-Blockseminaren wurden Geschichten und Protagonisten entworfen, Dialoge editiert und Zeichnungen angefertigt. Die jungen Schriftsteller*innen und Illustrator*innen arbeiteten dabei sehr eigenständig und motiviert. Im Mittelpunkt aller Geschichten stehen die Themen Freundschaft, Mut, Toleranz und Vielfalt.  Das Resultat, auf das die Autor*innen stolz sein können, wurde von ihnen bereits in mehreren Grundschulen und KiTas bei Vorleseaktionen präsentiert. Die Fotos geben einen kleinen Einblick in den Schaffensprozess und die Ergebnispräsentation.

Finanziell unterstützt wurden die Schüler*innen für ihren Buchdruck durch das Jugendförderprogramm „#pro4youth“ (Bundesprogramm Demokratie leben!). 

Schulentscheid „Jugend debattiert“


Debattieren erfreut sich am Gymnasium Bersenbrück neuer Beliebtheit. Erstmals wieder gab es in beiden Altersgruppen (Sek I und Sek II) einen Schulwettbewerb, um die vier Teilnehmer für den kommenden Regionalwettbewerb in Bad Bentheim zu ermitteln. Für dieses Debattenformat nahmen die Schülerinnen und Schüler die Pro- und Kontraposition ein. Während sich die Finaldebatte in der Sekundarstufe I um die Frage drehte, ob in der Schule Fähigkeiten für einen Verteidigungsfall vermittelt werden sollen, ging es im Finale der Älteren um die gendergerechte Kennzeichnung von Toilettenräumen in Schulen. Das Training mit dem Seminarfach von Herr Döring (Jg. 13) hatte sich für die beiden Debattanten Rouven Delbrügge (Jg. 12) und Danny Redinger (Jg. 11) ausgezahlt; beide präsentierten sich der Jury in der Finaldebatte sehr überzeugend und werden das Gymnasium Bersenbrück in der nächsten Runde im Januar vertreten. In der Debatte der Altersgruppe I hatte es die Jury mit ihrer Entscheidung schwer, denn das Punkteranking fiel denkbar knapp aus: Am Ende der Debatte waren Anna-Lena Renze und Marit Kolloge nur knapp vor Marlene Wurst, Bentje Garbe, Jörg Neumann und Justus Urbaniak. Bei der Vorbereitung auf die nächsten Debattenrunde werden die starken Mitstreiter aus der Finaldebatte für die beiden Schülerinnen der 10. Klasse sicherlich eine große Hilfe sein.

Patrick Döring, Marian Middendorp und Markus Strunk