„Wer weiß denn so was?“ – Geographiewettbewerb Diercke Wissen


 

Schulsieger des Gymnasiums Bersenbrück Erik Aßhorn belegt sechsten Platz auf Landesebene

„Die gesuchte Großstadt liegt am Nordrand des Rheinischen Schiefergebirges und ist die westlichste Stadt in Deutschland. Auf einer Flussfahrt von St. Petersburg bis Moskau durchfährt man auch den größten See Europas. Schreibe den Namen des Inselstaates im Persischen Golf auf, der durch eine Brücke mit Saudi Arabien verbunden ist. Nenne die Himmelsrichtung, in der man auf der Nordhalbkugel niemals einen Regenbogen sieht.“

Auch in diesem Jahr forderte am Gymnasium Bersenbrück der größte, bundesweit durchgeführte Geographie-Wettbewerb „Diercke Wissen“ die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 heraus, sich mit anderen Schülern und Schulen in einem Wettbewerb zu messen, der ein fundiertes und breit gefächertes Wissen in Erdkunde voraussetzt. Im ersten Durchgang bearbeiteten zeitgleich ca. 600 Schülerinnen und Schüler der 25 teilnehmenden Klassen des Gymnasiums einen „Klassensiegerbogen“ mit kniffligen Fragen über Deutschland, Europa, die Welt und allgemeine Geographie sowie eine stumme Karte, in der die Lage von Städten, Flüssen, Seen und Meeren sowie Gebirgen Deutschlands markiert werden mussten. Aus der folgenden zweiten Runde, in der die Klassenbesten gegeneinander antraten, ging Erik Aßhorn der Klasse 9d als Schulsieger hervor.

Unter der Aufsicht des Geographiefachobmanns Peter Gahm bearbeitete Erik den „Landessiegerbogen“, der dann auf postalischem Weg dem regionalen Wettbewerbsbeauftragten zugeschickt wurde. Hier belegte der Bersenbrücker  Schulsieger einen respektablen sechsten Platz. Erik hat im nächsten Schuljahr noch einmal die Chance, an dem Wettbewerb teilzunehmen und signalisierte zuversichtlich, alles dranzusetzen, dieses Ergebnis noch zu toppen. Seine außer-ordentlichen Leistungen wurden mit einer Urkunde und einem Geldpreis belohnt, die der Schulleiter Falk Kuntze überreichte.

Industriegeographie live


 

Exkursion der Klasse 9d nach Osnabrück zur „KME – Kabelmetall“

„Industrieanlagen stehen nicht ohne Grund in der Landschaft herum!“ Das weiß jeder Laie. Nur welche Faktoren den Ausschlag geben, dass der eine oder andere Industrietyp entsteht, das herauszufinden, ist Sache der Geographen. In diesem Fall war es der Unterrichtsinhalt der Klasse 9d, die sich mit den so genannten Industriestandortfaktoren und deren Wandel über die Zeit beschäftigten. Das Paradebeispiel eines Strukturwandels von Standortfaktoren ist in Deutschland das Ruhrgebiet. Hier liegen die wesentlichen Fakten, Kohle, Erz, Wasser und deren Bedeutungswandel recht klar auf der Hand. Kniffliger wurde es dann im Raum Osnabrück. Warum gibt es in Georgsmarienhütte eine Stahlindustrie? Als geologische Basis recherchierten die Schülerinnen und Schüler der 9d die Quelle: wie im Ruhrgebiet das etwa 300 Millionen Jahre alte Europäische Karbon, das im Raum Osnabrück in den drei Karbonhorsten „Hüggel“ bei Hasbergen, „Schafberg“ bei Ibbenbüren und vor der Haustür im „Piesberg“ zu Tage tritt und damit die Energieversorgung adäquat dem Ruhrgebiet sicherte. Erze kamen u.a. aus dem „Hüggel“ und Platz war in GMHütte auf der großen Freifläche von ca. 100 ha aus dem  Besitz der Hannoveraner Klosterkammer ebenfalls vorhanden. Als ein Schüler dann die KME Osnabrück ins Spiel brachte, die in Osnabrück Kupfer verarbeitet, das nicht vor Ort abgebaut wurde bzw. wird, war ein Industrierätsel zu lösen, das man „nur“ live, am besten durch eine Exkursion, lüften konnte…

Das heißt, die „Industriestandortfaktoren“, also Infrastrukturen, Arbeitskräfte, Agglomerationsvorteile, Rohstoffe, Energiequellen, Absatzmarkt, usw., sog. „harte Standortfaktoren“ bzw. Werbewirksamkeit, Wohn- und Freizeitwert des Standortes oder persönliche Gründe der Arbeitsnehmer, diesen zu wählen, sog. „weiche Standortfaktoren“ waren hier vor Ort in einer Werksbesichtigung zu klären.

 „KME – Kabelmetall Osnabrück“ ist eines der regional bekanntesten, global agierenden Unternehmen aus der Industrietypklasse der „Grundstoff- und Produktionsgüterindustrie“.

KME unterhält Produktionsstätten in Deutschland/Europa sowie den USA und China. Die drei Unternehmensbereiche eines der größten Hersteller von Erzeugnissen aus Kupfer und Kupferlegierungen gliedern sich in „Rohrsyteme und Walzerzeugnisse“, „Sondererzeugnisse“ sowie „Messingerzeugnisse“. Schon daran erkennt man, dass Kupfer als Werkstoff ein Tausendsassa ist, der uns alltäglich begegnet, nicht nur in Form von klassischen Kupferdächern oder als Baustoff wetterfest verkleideter, optisch eindrucksvoller Hausfassaden, sondern und vor allem auch in den innovativen technischen Einrichtungen der modernen Kommunikations- und Elektrotechnik unserer Informations-gesellschaft oder im Automobilbau. Weitere Verwendung findet Kupfer in Heiz- und Kühlungsrohren, Schiffsbau und Offshore-Installationen, als Gefäßmaterial in Braubottichen von Bierbrauereien, als Anoden beim Verkupfern oder als Legierungsmaterial verschiedener Legierungen wie Bronzen und Messing. An dieser Stelle muss die täglich genutzte Euromünze genannt werden, die bei KME als Rohling produziert wird.

Kupfer – der Name leitet sich von lat. „Cuprum“ ab, mit dem Hinweis auf Zypern (Cyprum), d.h. „das Erz von der griechischen Insel Zypern“, auf der im Altertum Kupfer gewonnen wurde – war eines der ersten Metalle, das die Menschheit in ihrer Genese verwendete. Schlaglichtartig soll hier nur an die „Bronzezeit“ (ca. 2000 – 800 v. Chr.) oder die Bronzehelme und Brustpanzer antiker Hopliten des griechischen Dichters Homer erinnert werden, die die junge Generation höchstwahrscheinlich nur aus dem Film „Troja“ kennen, wo u.a. Prad Pitt, den Achilles verkörpernd, diesen Werkstoff anschaulich demonstriert hat oder an die Bronzekanonen des „berühmten“ Filmpiraten „Jack Sparrow“, den fast jeder Schüler kennt, anlehnend an die Historie der Karibikfreibeuter des 17. Jahrhunderts wie Henry Morgan oder Blackbeard…..

Aber nun zurück zum Rundgang durch das 540.000 m2große Werksgelände der KME, das ca. 163, zum Teil denkmalgeschützte und damit bauhistorisch interessante Gebäude aufweist. Nach der einleitenden Begrüßung folgte die Vorführung eines informativen Films über die wesentlichen Produktions-prozesse, Standortfaktoren und Historie des 1873 gegründeten Werks. Mit diesem Grundwissen mental gerüstet, war nun die „Hardware“ dran. Jeder Exkursionsteilnehmer erhielt Sicherheitsschuhe, Warnweste, Schutzhelm nebst Schutzbrille und zuletzt einen Funkkopfhörer, damit auch bei Lärm Erklärungen der sechsköpfigen Führungscrew gehört werden konnten.

Und los ging es, immer dem „Weg der Wertschöpfung bzw. Veredlung“ des Schwermetalls folgend. Die Wertschöpfung bei KME umfasst alle Stufen der Veredlung des Ausgangsmaterials Kupfer zu Halbzeugen, die weiter verarbeitet werden und Fertigprodukten. Kathoden, das sind Kupferplatten aus der Kupferverhüttung und Sekundärrohstoffe aus dem Recycling werden zunächst eingeschmolzen, ggf. raffiniert und kontinuierlich im Strang zu „Brammen“, d.h. mehrere Meter langen, massiven Rohkupferquadern oder runden „Billets“ vergossen. Am Anfang steht also der höchst imposante Schmelzofen, in dem Kupfer bei ca. 1083 °C verflüssigt wird. Nicht weniger beeindruckend waren die sich anschließenden Verformungsprozesse. Im Walzwerk werden die Brammen zu Bändern, Tafeln oder Platten verschiedener Dicke, Breite und Qualität umgeformt. Zum weltweiten Versand rollt man z.B. die Kupferbänder dann zu sog. „Coils“ zusammen, „Riesenkupferschnecken“, die per LKW, Bahn oder Schiff zur Endverarbeitung gelangen. In Pressen, das sind hydraulische „Kraftprotze“, die mehrere Tausend Kilonewton Druck aufbauen können, entstehen aus den runden Kupferbillets durch Strangpressen und Ziehen Rohre, Profile und Kupferstangen, die z.T. durch spanabhebende Verfahren weiter veredelt werden. Nach ca. drei Stunden höchst spannender, aber auch launiger Führung, die Führungscrew wechselte sich an den einzelnen Stationen ab, wurde der Rundgang beendet. Hier sei den „Jungs“ von der KME gedankt, die keine der Exkursionistenfragen unbeantwortet ließen und sich als echte Profis ihres Fachs auswiesen. Nun war den Exkursionsteilnehmern klar, warum KME in Osnabrück  liegt. Verkehrstechnisch ist Osnabrück sehr gut ausgestattet, denn hier gibt es einen quasi internationalen Kanalanschluss mit Hafen, überregionale Autobahnanbindungen und ein bundesweit einmaliges Eisenbahnkreuz in den vier Haupthimmelsrichtungen. Also kann das KME-Werk sehr gut mit Rohkupfer versorgt und die Produkte mit allen drei Verkehrsträgern in Deutschland, Europa und darüber hinaus verteilt werden. Arbeitkräfte gibt es genügend vor Ort und Osnabrück hat dazu noch einen hohen Wohn- und Freizeitwert. Das wäre also geklärt…..

„Traditionsgemäß“ endete die Exkursion dann in einer von Schülern heiß geliebten „Bouletterien“ mit einer Nachbesprechung, auf der eine weitere Exkursion ins Auge gefasst wurde – die Erkundung des Piesbergs oder des Hüggels. (Bild und Text Gahm)

 

Schnellste Boote Niedersachsens: zwei kommen aus Bersenbrück


In diesem Jahr waren die Ruderer vom Gymnasium Bersenbrück wieder erfolgreich beim Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia“ der Schulen in Hannover: Alle Teams schafften den Einzug in die Finalrennen der schnellsten sechs Boote aus Niedersachsen. Dabei erruderten zwei Teams den begehrten Landessiegertitel auf der Kurzdistanz 500 m. Zweimal konnten die Bersenbrücker allerdings nicht die Bugspitze vorne halten. 

Siegerteam Nr. 1: Ter Heide, Rauf, Sandbrink, Barwig und Stf. Hedemann

Der erste Mädchenvierer mit Sina Ter Heide, Luisa Rauf, Kathrin Sandbrink, Victoria Barwig und Stf. Josefine Hedemann trat im Finallauf gegen die starke Konkurrenz des Carolinum Osnabrück und der Schillerschule Hannover an. Nach dem Startkommando kamen die Fünf bei kräftigem Gegenwind sicher ins Rennen, sodass sie sich sofort mit einer Bootslänge in Führung rudern konnten. Der hohe und kraftbetonte Streckenschlag sowie die Routine der Mädchen erhöhte den Vorsprung vor den anderen Schulteams. Bis zum Ziel blieben die anderen Teams ohne Chance. Verdient konnten die Bersenbrückerinnen am Siegersteg anlegen. 

Siegerteam Nr. 2: Faust, Minneker, Reynders, Gertken und Stf. Farah

Der zweite Mädchenvierer mit Johanna Faust, Laura Minneker, Laura Reynders, Lea Gertken und Stf. Cassandra Farah startete auch im Gig-Doppelvierer (Wk II) im Rennen für die Neulinge in dieser Altersklasse. In dem Bord-an-Bord-Rennen der beiden Teams schob sich am Ende die Bugspitze aus Bersenbrück nach vorne und die Fünf siegten verdient vor dem Ratsgymnasium Osnabrück. Diese Streckenlänge wird aber nicht beim Bundesfinale ausgefahren.

Im Nachwuchsbereich der Wettkampfklasse III (14 Jahre und jünger) hatten zwei Bersenbrücker Boote etwas Pech in ihren Rennen: Der jüngste Mädchenvierer (Jg. 2007) mit Annabel Zumataev, Marlene Kleine-Klatte, Cassandra Farah, Greta Mertens Zur Helle und Stm. Marlon Joel Kaufmann hatte am Vortag noch deutlich das Rennen seiner Altersklasse gewonnen. Beim Landesentscheid war vermutlich die Aufregung zu groß, sodass das Team nicht so flüssig wie am Vortag während des Rennens harmonierte und sein Boot zum Laufen bringen konnte. Es siegte die Humboldtschule Hannover und ein Boot vom Carolinum vor den Bersenbrückerinnen und den Nächstplatzierten.

Team Bersenbrück in Hannover

Der Mädchenvierer mit Esmée van Lanen, Eileen Milkov, Angelina Schmalz, Emma Kleine Kreutzmann und Stf. Josefine Hedemann (Jg. 2005) war am Vortag mit Platz 1 und 2 ebenfalls erfolgreich gewesen. Im entscheidenden Rennen löste sich die Halterung der Füße im Boot, weshalb die Mädchen nicht mit dem gewohnten Team rudern konnten und sich mit Platz 3 zufrieden geben mussten.

Autor: Markus Strunk

An unforgettable time in Folkestone


Das Schuljahr neigt sich dem Ende und das ein oder andere Schulheft wird beiseite geräumt. Für spätere Erinnerungen aufbewahrt wird jedoch vermutlich so manches sorgfältig angefertigte „Scrapbook“ zur Folkestonefahrt im Frühsommer dieses Jahres. 30 Lateinschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe 9 fuhren zusammen mit Frau Jungmann und Frau Dr. Klaus als „paying guests“ nach England, um dort vor Ort Land und Leute kennen zu lernen. Fotos, Stadtpläne, U-Bahn-Tickets und Kassenbons geben Aufschluss über eine ereignisreiche Zeit in den Gastfamilien an der englischen Küste, sowie über Tagestrips nach Dover, Canterbury und London. Und so resümmiert auch eine Schülerin in ihrem Scrapbook über eine Wanderung entlang der White Cliffs: „It was unforgettable“

 

 

Busbegleiter-Team im Heide Park Soltau


Blauer Himmel, brütende Hitze: Soltau am Donnerstag

Belohnungsfahrt bei brütender Hitze: Am vergangenen Donnerstag durften 17 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen einen Tag im Heide Park Soltau verbringen und alle Attraktionen und Achterbahnen ausprobieren. Der Ausflug war eine Anerkennung der Verkehrsgemeinschaft Osnabrück (VOS) für das Engagement der Jugendlichen, die sich zu Busbegleitern hatten ausbilden lassen. Die VOS übernahm sowohl die Kosten für den Eintritt als auch für die Busfahrt durch das Unternehmen Nieporte. Vielen Dank dafür! Trotz der langen An- und Abreise und der heißen Temperaturen war es ein kurzweiliger Ausflug in den Freizeitpark. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von Herrn Di Lenarda und Frau Hindriks.

Die zweitätigen Ausbildungs-Seminare der Busbegleiter waren im Spätsommer des vergangenen Jahres über die Bühne gegangen. Dabei lernten die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der Gesprächsführung, der Deeskalation und der Ersten Hilfe. Ziel des Projekts ist es, die Sicherheit aller Mitfahrer in den Schulbussen zu erhöhen.

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