{"id":15385,"date":"2020-11-12T17:42:43","date_gmt":"2020-11-12T16:42:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gymbsb.de\/?p=15385"},"modified":"2020-11-12T17:59:32","modified_gmt":"2020-11-12T16:59:32","slug":"kurzgeschichte-zum-thema-plastik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gymbsb.de\/?p=15385","title":{"rendered":"Kurzgeschichte zum Thema Plastik &#8211; Nachtrag zur Projektwoche"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eWarum haben ausgerechnet wir die Aufgabe gekriegt an einen gro\u00dfen See zu gehen, um herauszufinden wie viel Plastik da drin liegt?\u201c, fragte ich genervt meine beste Freundin Charlie. Sie verdreht die Augen: \u201eDa hast du selbst Schuld, Emilia. Du hast dich freiwillig gemeldet, diese Aufgabe zu machen.&#8220; Ich antwortete gespielt beleidigt: \u201eJa schon, aber sie hat uns verarscht. Sie hat uns vorher nicht gesagt, wof\u00fcr wir uns freiwillig melden, und du wei\u00dft, ich bin ein neugieriger Mensch.&#8220; Sie winkte nur ab und zog mich am Arm mit. Auf dem Weg zum Park quatschten wir noch \u00fcber Gott und die Welt. Im Park angekommen, erwartete uns dann der blanke Horror: Die M\u00fclltonnen quollen \u00fcber, auf der Wiese war \u00fcberall Plastik verteilt und selbst im Wasser sahen wir eine kleine Menge an Plastik. Charlie und ich kriegten den Mund vor Schock gar nicht mehr zu. \u201eIst es so schlimm wie ich denke?&#8220;, fragte Charlie mich. Ich nickte nur. <!--more-->Bevor wir beide noch weiter \u00fcberlegen konnten, fingen wir auch schon an das ganze Plastik aufzuheben, in M\u00fclls\u00e4cke zu packen und wenn diese voll waren einen neuen zu holen. Nach einer gef\u00fchlten Ewigkeit, aber wie ich feststellen musste, als ich auf mein Handy sah, nach zweieinhalb Stunden, waren wir soweit fertig. Das einzige, was noch nicht weg war, war das Plastik im Wasser. Wir lehnten uns an die alte Eiche im Park und machten eine Pause. Ich fragte Charlie: \u201eWie sollen wir denn das Plastik aus dem Wasser rauskriegen? Ich mein, wir k\u00f6nnen das da ja nicht drin lassen.&#8220; Sie \u00fcberlegte kurz und schien dann eine Idee zu haben: \u201eDu hast nicht zuf\u00e4llig deinen Selfie-Stick dabei, oder?&#8220; \u201eDoch habe ich, aber was hast du denn damit vor?&#8220;, fragte ich verwirrt, dann bl\u00fchte es mir: \u201eCharlie, nein. Ganz sicher nicht. Das kannst du nicht machen.&#8220; \u201eHast du eine bessere Idee?&#8220;, motzte sie mich schon fast an. Ich sch\u00fcttelte betr\u00fcbt mit meinem Kopf und gab ihr widerwillig den Selfie-Stick. Sie holte mit Leichtigkeit das Plastik aus dem Wasser und wir machten uns auf den Weg zu mir nach Hause. Nach \u00fcber drei Stunden verabschiedeten wir uns und waren gewappnet f\u00fcr den morgigen Tag.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zeitsprung (n\u00e4chster Tag)<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>In den ersten beiden Stunden hatten wir Sport. Gott, wie \u00e4tzend. Danach sehe ich immer richtig doof aus, aber egal. Die Klassenleiterstunde stand an. Charlie und ich hatten was vorbereitet, was wir den anderen unbedingt mitteilen wollten und auch mussten. Wir standen vorne, vor allen anderen. Ich hasse sowas, aber diesmal ging es um ein sehr wichtiges Thema, also war das diesmal aushaltbar. Ich klickte auf den Laptop und schon erschien das erste Bild von denen, die wir gestern im Park gemacht hatten, an der Wand. \u201eAlso, das ist sind die Bilder, die Charlie und ich gestern vom Park gemacht haben.&#8220;, fing ich an. W\u00e4hrend hinter uns die Bilder weiterliefen, redete Charlie weiter: \u201eWie ihr seht ist das viel Plastik und das ist nur ein kleiner Park. Stellt euch dann mal vor was in einer Gro\u00dfstadt an Plastikm\u00fcll rumliegt.&#8220; Weitere Bilder erschienen hinter uns, diesmal aber aus dem Internet. \u201eIm Moment haben wir ungef\u00e4hr 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastikm\u00fcll pro Jahr im Meer was einer Lastwagenladung pro Minute entspricht. Das ist aber nur an der Oberfl\u00e4che. Am Boden sind es rund 80 Millionen Tonnen. J\u00e4hrlich sterben Unmengen an Tieren da sie Plastik gegessen haben oder sich drin verfangen haben. Viele Meerestiere sterben aber auch an nat\u00fcrlicher Ursache, aber wenn sie sp\u00e4ter untersucht werden, werden oftmals aber auch Plastikr\u00fcckst\u00e4nde in den Tieren gefunden. Wollt ihr das wirklich das Tiere sterben, weil ihr zu bl\u00f6d seid euren M\u00fcll richtig zu entsorgen?&#8220; Alle sch\u00fcttelten mit dem Kopf. Na geht doch, dachte ich mir. Dann hat diese Klasse doch noch etwas Mitgef\u00fchl f\u00fcr Tiere. \u201eWer glaubt denn das er am Tag mehr Plastik benutzt, als eigentlich n\u00f6tig w\u00e4re?&#8220; Fast alle hoben die Hand. Und das ist echt traurig, allerdings darf ich dar\u00fcber auch nichts sagen, da ich selber meine Hand heben musste. \u201eDaran m\u00fcssen wir dringend was \u00e4ndern. Sonst enden wir alle begraben unter dem ganzen Plastik.&#8220;, beendete ich unsere kleine Rede. Ich schloss die Fotos und \u00f6ffnete Word. Charlie fragte in die Runde: \u201eWas k\u00f6nnte man denn machen um weniger Plastik zu verbrauchen, damit nicht alle St\u00e4dte so aussehen wie der Park gestern?&#8220; Es schossen mehrere H\u00e4nde nach oben und, w\u00e4hrend Charlie drannahm, schrieb ich alles Wichtige auf. Nach der Besprechung hatten wir eine gute Liste erstellt, was man machen kann, um weniger Plastik zu verbrauchen. L\u00f6sung f\u00fcr weniger Plastikverbrauch: &#8211; auf unn\u00f6tiges Plastik verzichten (z.b. Strohhalme, Plastikteller, Plastikbesteck, etc&#8230;)<\/p>\n<p>&#8211; keine Plastikt\u00fcten zum Einkaufen benutzen, stattdessen kann man einen Rucksack mitnehmen oder welche aus Stoff benutzen<\/p>\n<p>&#8211; mehr Gl\u00e4ser (auch welche die man f\u00fcr unterwegs mitnehmen kann) als Ersatz f\u00fcr Plastikbecher benutzen<\/p>\n<p>&#8211; Lebensmittel, die man lose kaufen kann, auch lose kaufen und nicht noch in eine Plastikt\u00fcte packen<\/p>\n<p>&#8211; eine Dose oder \u00e4hnliches mit in den Supermarkt nehmen und das, was extra in Plastik verpackt wird, in die Dose packen lassen<\/p>\n<p>&#8211; M\u00fcll trennen (ganz wichtig)<\/p>\n<p>&#8211; M\u00fcll aufsammeln (also am Strand, im Park oder so wo halt M\u00fcll liegt) und wegschmei\u00dfen<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u201eDas war ein toller Vortrag, zu einem dazu noch sehr wichtigen Thema.&#8220;, lobte uns unsere Lehrerin. Wir setzten uns wieder hin und sie \u00fcbernahm das Wort: \u201ePerfekt zu diesem Vortrag, habe ich eine Aufgabe f\u00fcr euch. Ihr sollt euch bitte an diese Punkte halten und weniger Plastik verbrauchen. Nach ein paar Wochen werden wir dann ausrechnen, wieviel Plastik ihr als gesamte Klasse weniger benutzt habt. Schreibt euch noch eben die Punkte auf, falls noch nicht geschehen. Wenn ihr fertig seit, d\u00fcrft ihr gehen. Charlie, Emilia kommt ihr gleich nochmal zu mir?&#8220; Wir nickten und nachdem alle drau\u00dfen waren, sprach unsere Lehrerin uns nochmal an: \u201eIch habe euch eben zwar schon gelobt, aber wirklich ihr habt da beide tolle Arbeit geleistet. Hoffentlich k\u00f6nnen wir damit noch mehr Leute dazu bringen weniger Plastik zu benutzen.&#8220; \u201eDanke.&#8220;, antworteten wir beide wie aus einem Munde. \u201eNa, dann geht mal in die Pause.&#8220;, scheuchte sie uns raus. Charlie und ich waren \u00fcbergl\u00fccklich, das es so gut geklappt hat, und nichts konnte uns noch den Tag verderben. Nicht einmal die Zwei Stunden unseres Hassfaches bei unserer Hasslehrerin, die wir dann noch hatten. Wir packen das Plastikproblem gemeinsam an und wir l\u00f6sen es auch gemeinsam.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Julia Ehlting, 8a<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWarum haben ausgerechnet wir die Aufgabe gekriegt an einen gro\u00dfen See zu gehen, um herauszufinden wie viel Plastik da drin liegt?\u201c, fragte ich genervt meine beste Freundin Charlie. Sie verdreht die Augen: \u201eDa hast du selbst Schuld, Emilia. 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