{"id":15343,"date":"2020-10-29T17:45:06","date_gmt":"2020-10-29T16:45:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gymbsb.de\/?p=15343"},"modified":"2020-10-29T17:46:15","modified_gmt":"2020-10-29T16:46:15","slug":"die-juniorakademie-in-papenburg-meine-erfahrung-von-zoe-kettmann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gymbsb.de\/?p=15343","title":{"rendered":"Die JuniorAkademie in Papenburg \u2013 meine Erfahrung (von Zoe Kettmann)"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.hoeb.de\/index.php\/newsblog\/1596-13-niedersaechsische-juniorakademie-papenburg-2020-20\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-15344 alignleft\" src=\"http:\/\/www.gymbsb.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Screen-Shot-2020-10-29-at-17.42.41.jpg\" alt=\"\" width=\"289\" height=\"461\" srcset=\"https:\/\/www.gymbsb.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Screen-Shot-2020-10-29-at-17.42.41.jpg 396w, https:\/\/www.gymbsb.de\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Screen-Shot-2020-10-29-at-17.42.41-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 289px) 100vw, 289px\" \/><\/a>Au\u00dferschulisches Lernen? \u2013 Oder doch Ferienspa\u00df?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den vergangenen Herbstferien, vom 9. \u2013 16. Oktober 2020, nahm ich an der 13. Nieders\u00e4chsischen JuniorAkademie in der Historisch \u00d6kologischen Bildungsst\u00e4tte (H\u00d6B) in Papenburg teil. In diesen Erfahrungsbericht m\u00f6chte ich davon erz\u00e4hlen, wie ein typischer Akademietag aussieht und wie die Akademie trotz der Corona-Pandemie stattfinden konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Etwa 60 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, welche Schulen im ganzen ehemaligen Regierungsbezirk Weser-Ems Niedersachsens besuchen und in die 8. bis 10. Klasse gehen, traten am Freitagnachmittag den Weg nach Papenburg an. Diese hatten nicht nur schwere Koffer dabei, es gab n\u00e4mlich auch viele Teilnehmende, die ihre Musikinstrumente mitbrachten, darunter sogar ein Kontrabass. Nachdem alle das mitgebrachte Gep\u00e4ck in ihren Zimmern verstaut hatten und schon die ersten Bekanntschaften gemacht worden waren, trafen sich alle Teilnehmenden im Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ), wo sie von der Akademieleitung begr\u00fc\u00dft wurden und man sie mit dem Hygienekonzept vertraut machte. Schlie\u00dflich ist es in Zeiten von Corona nicht selbstverst\u00e4ndlich, dass eine Zusammenkunft mit so vielen Personen stattfinden kann. Nur wenn alle sich an die Absprachen hielten, konnte die Akademie stattfinden. Anschlie\u00dfend lernten die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler ihre Kursmitglieder und die Kursleiter und Leiterinnen kennen. In diesem Jahr wurden die Kurse \u201ePhysik\u201c, \u201e\u00d6kologie und Medien\u201c, \u201e3D-Br\u00fcckenbau\u201c, \u201ePolitik\u201c, \u201ePhilosophie\u201c und \u201eKomposition\u201c angeboten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich nahm am Politik-Kurs teil, der in diesem Jahr unter dem Thema \u201eGlobalisierung\u201c stand. Unser Kurs bestand aus vier M\u00e4dchen und drei Jungen, welche allesamt gro\u00dfes Interesse und Engagement zeigten. In unserer ersten Kurseinheit am Abend befassten wir uns intensiv mit dem Begriff \u201eGlobalisierung\u201c und arbeiteten Chancen und Probleme heraus, welche diese mit sich bringt. Etwas m\u00fcde, aber voller Vorfreude auf den n\u00e4chsten Akademietag, gingen alle um 22.00Uhr auf ihre Zimmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige schliefen direkt, andere unterhielten sich noch lange mit ihren Zimmerpartnern &#8211; so wie auch ich. Um ehrlich zu sein, war ich davon \u00fcberzeugt, dass ich ein Einzelzimmer bekommen w\u00fcrde, bis mir bei meiner Ankunft in der Akademie ein Doppelzimmer zugeteilt wurde. Zuerst war ich nicht so begeistert davon, aber im Nachhinein kann ich sagen, dass es eher ein Vorteil war, sich mit einer fremden Person ein Zimmer zu teilen, denn so habe ich direkt am Anfang eine neue Freundin kennengelernt. Das hat mir den Einstieg in die Woche ziemlich erleichtert. Au\u00dferdem hatte ich mit meiner Zimmerpartnerin immer jemanden, mit dem ich mich \u00fcber den Tag austauschen konnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich muss zugeben, in der ersten Nacht habe ich nicht so gut geschlafen und war oft wach, aber das ist ja auch nicht ungew\u00f6hnlich, wenn man in einer fremden Umgebung \u00fcbernachtet. Im eigenen Bett zu Hause schl\u00e4ft es sich ja bekanntlich am besten. F\u00fcr den ersten richtigen Akademietag war ich sehr motiviert und ging schon um 7.45Uhr fr\u00fchst\u00fccken. Beim Fr\u00fchst\u00fcck traf ich auch immer schon meinen Kurs. Aufgrund der Hygieneregeln gab es beim Essen in der Mensa immer eine feste Sitzordnung, welche so aussah, dass nur die Kurse untereinander zusammen an einem Tisch sitzen durften. Auf diese Weise sollte gew\u00e4hrleistet werden, dass sich unsere direkten Kontaktpersonen nur auf ein Minimum beschr\u00e4nken. So sollte die Gefahr einer Corona-Infektion und deren Auswirkung so gering wie m\u00f6glich gehalten werden. Neben einer breiten Auswahl an Br\u00f6tchen und Aufschnitt gab es beim Fr\u00fchst\u00fccksbuffet jeden Tag Joghurt, M\u00fcsli, Obst, Porridge, S\u00e4fte und Kakao. Aber nicht nur das, auch Vegetarier und Veganer wurden im H\u00d6B satt. Eine gro\u00dfe Vielfalt an Ersatzprodukten, wie z.B. pflanzlicher Milch wurden angeboten. Bevor die Kursarbeit begann, erkundeten ein paar Kameraden aus meinem Kurs und ich noch etwas die Gegend und machten einen Morgensparziergang um den See, welcher direkt am Hauptgeb\u00e4ude der HOEB liegt. Beim Essen genossen wir immer den Blick aufs Wasser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um 9.00Uhr starteten wir in die erste Kurseinheit des Tages, bei der wir zuerst Gruppen aus jeweils zwei oder drei Personen bildeten. Jeder Gruppe wurde eine Frage bez\u00fcglich der Globalisierung zugeteilt. Darauf wurde recherchiert und Antworten gefunden. Nachdem wir unsere Ergebnisse besprochen hatten, gab es erstmal eine Kaffeepause, die jeden Tag zwischen 10.00 Uhr und 11.00 Uhr anstand. In der Pause standen f\u00fcr uns immer Kaffee, eine sehr gro\u00dfe Auswahl an Tee und Kekse bereit. (vorausgesetzt, die anderen Kurse haben nicht schon alles aufgegessen\u2026) Als wir dann wieder voller Energie waren, bereiteten wir uns dann schonmal auf die Kurseinheit am Nachmittag vor. Eine Podiumsdiskussion, in der es um die Produktion eines Turnschuhs geht, stand auf dem Plan. Dabei sollte jeder von uns eine andere Position annehmen und dessen Standpunkt \u00fcberzeugend erl\u00e4utern. Alle Positionen von der N\u00e4herin in Indonesien, zum Besitzer der Sportmarke, bis zu einer Vertreterin einer Menschenrechtsorganisation waren involviert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bevor es mit der Diskussion losging, war aber erstmal Mittagspause. Um Gedr\u00e4nge und lange Schlangen am Buffet zu vermeiden, gab es beim Mittag- und Abendessen eine fr\u00fche und eine sp\u00e4te Schicht. Auch die Auswahl am Mittagstisch lie\u00df keine W\u00fcnsche offen. Auch hier gab es wieder alles von Fleisch bis Gem\u00fcse und nat\u00fcrlich Nachtisch. F\u00fcr die Vegetarier und Veganer gab es nat\u00fcrlich ein spezielles Menu, welches selbst die \u00fcberzeugten Fleischesser neidisch machte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Mittagsessen gab es fast jeden Tag die M\u00f6glichkeit, sich bei Kurs\u00fcbergreifenden Aktivit\u00e4ten (K\u00fcAs) anzumelden. So hatte man die Chance, Teilnehmende aus anderen Kursen besser kennenzulernen und einen netten Ausgleich zu der Kursarbeit zu erleben. Angeboten wurden sowohl sportliche Aktivit\u00e4ten wie Badminton, Tischtennis oder Fahrradfahren, als auch Aktivit\u00e4ten, bei denen man sich kreativ ausleben konnte, wie Theater, Backen oder Musizieren. Wer besonders motiviert war, konnte sich sogar f\u00fcr Joggingeinheiten anmelden. (morgens, um 6.30Uhr!!!) Daf\u00fcr konnten sich zwar nicht so viele begeistern, aber diejenigen, die mitmachten, waren danach immer sehr gut drauf. Die Kurs\u00fcbergreifenden Aktivit\u00e4ten haben mir pers\u00f6nlich sehr zugesagt und es war immer wieder ein Vergn\u00fcgen, neue Gesichter kennenzulernen. Nat\u00fcrlich waren diese aber freiwillig, sodass man seine freie Zeit ganz individuell gestalten konnte. An einem Nachmittag z.B. ging ich mit ein paar anderen M\u00e4dchen in die Stadt, anstatt zu einer K\u00fcA.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kurseinheit am Nachmittag begann meistens um 16.30Uhr. An diesem Tag stand (wie schon bereits erw\u00e4hnt) die Podiumsdiskussion auf dem Programm und ich muss sagen, die hatte es in sich. Meine Kursmitglieder waren ziemlich gut vorbereitet und brachten ein starkes Argument nach dem anderen hervor. Da ich die Moderatorin der Diskussion war, musste ich daf\u00fcr sorgen, dass das hitzige Gespr\u00e4ch nicht aus dem Ruder l\u00e4uft. Au\u00dferdem vermittelte ich zwischen den Parteien. Insgesamt ist mir dieses auch recht gut gelungen, doch letztendlich sind wir am Ende nicht wirklich auf einen gemeinsamen Nenner gekommen, was daran lag, dass die verschiedenen Standpunkte einfach zu weit auseinanderlagen. Trotz allem war diese kritische Konversation sehr aufschlussreich und wir lernten, dass hinter einem Turnschuh im Gesch\u00e4ft eine lange Produktionskette steckt. Unterbrochen wurde die Kurseinheit am Nachmittag immer durch eine weitere Kaffeepause, bei der es jeden Tag anderen leckeren Kuchen gab. (Ja, es gab in Akademie wirklich st\u00e4ndig Essen\u2026)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Beendigung der Kursarbeit ging es dann auch direkt zum Abendessen. Auch hier gab es wieder eine fr\u00fche und eine sp\u00e4te Schicht. Zum Abendessen muss ich glaube ich nicht mehr viel sagen. Genauso wie bei den anderen Mahlzeiten war die Auswahl vielf\u00e4ltig und alle wurden satt. Insgesamt kann man sagen, dass die Verpflegung in der Akademie 1A war.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abends, nach dem Essen sah das Programm jeden Tag unterschiedlich aus. An manchen Abenden ging es wieder zur\u00fcck in die Kursarbeit und an anderen Abenden wurden wieder K\u00fcAs angeboten. Besonders beliebt war die K\u00fcA \u201eWerwolf\u201c, ein Gemeinschaftsspiel, das sicherlich die meisten kennen. Da der Ansturm immer sehr hoch war und es teilweise zu viele Leute wurden, die Werwolf spielen wollten, kam ein M\u00e4dchen aus meinem Kurs auf die Idee, sich abends innerhalb unseres Kurses im RUZ zu treffen und dort die Abende zu verbringen. Mit diesem Vorschlag waren alle einverstanden und so trafen wir uns an einem Abend mit unserem Kurs und noch drei weiteren Teilnehmenden. Wir spielten nicht nur Werwolf, sondern wurden auch noch musikalisch auf dem Klavier und der Geige begleitet, denn zwei Jungen, mit denen wir uns trafen, zeigten endlich mal etwas von ihrem musikalischen Talent. Die beiden waren wirklich sehr talentiert und pr\u00e4sentierten uns die verschiedensten Musikst\u00fccke, die manche sogar zu Tr\u00e4nen r\u00fchrten. Ich muss schon sagen, dass wir am Anfang alle noch relativ sch\u00fcchtern waren, aber durch die vielen interessanten Gespr\u00e4che, welche wir f\u00fchrten ist unsere Gruppe immer mehr zusammengewachsen. Die Abende, die wir zusammen verbracht haben, waren immer sehr sch\u00f6n und leider viel zu kurz!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So sah also ein typischer Tag in der JuniorAkademie aus, aber es gibt noch einiges zu erz\u00e4hlen\u2026<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Podiumsdiskussion ist selbstverst\u00e4ndlich nicht das einzige, das wir in unserer Kursarbeit gemacht haben. Schlie\u00dflich hatten wir eine ganze Woche Zeit. An einem Nachmittag stellten wir in unserem Kurs die Welthandelskonferenz nach und debattierten \u00fcber das Thema \u201eBiosprit\u201c. Das Ziel dieser Konferenz war die Ausarbeitung von global geltenden Kriterien nach denen Bio-Kraftstoffe als nachhaltig oder eben nicht zertifiziert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da sich unser Kurs auch recht intensiv mit dem Thema \u201eNachhaltigkeit\u201c besch\u00e4ftigte, lie\u00dfen wir an einem Nachmittag mithilfe einer Internetseite unseren \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck berechnen, wobei uns das Ergebnis mehr oder weniger schockierte. Die \u00f6kologischen Fu\u00dfabdr\u00fccke von uns waren alle viel zu gro\u00df. (W\u00fcrden alle Menschen auf der Welt so leben, wie der\/die durchschnittliche Deutsche, br\u00e4uchten wir drei Erden!) Direkt im Anschluss \u00fcberlegten wir uns M\u00f6glichkeiten, die uns dabei helfen sollten, unser Leben nachhaltiger zu gestalten. Wir fanden heraus, dass es nicht nur ausreicht, weniger Fleisch zu essen oder mehr mit dem Fahrrad zu fahren. Wer wirklich nachhaltig leben m\u00f6chte, sollte schon beim Wohnen anfangen und weniger heizen, sich eine kleinere Wohnung kaufen oder gebrauchte M\u00f6bel verwenden. Au\u00dferdem sollte man Strom sparen, Fl\u00fcge vermeiden, m\u00f6glichst \u00f6ffentliche Verkehrsmittel nutzen und stark auf das eigene Konsumverhalten achten. Eine einzelne Person kann nicht viel bewirken, aber wenn alle einen kleinen Teil beitragen, kann schon sehr viel f\u00fcr den Klimaschutz getan werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am selben Tag haben wir auch noch das Thema \u201eGreenwashing\u201c besprochen. Beim Greenwashing handelt es sich um eine Bezeichnung f\u00fcr PR-Methoden, welche dazu f\u00fchren, dass Unternehmen in der \u00d6ffentlichkeit ein umweltfreundliches Image bekommen. Dabei handeln diese Firmen in der Realit\u00e4t h\u00e4ufig gar nicht nachhaltig. Wir lernten dazu noch, auf welche Siegel man beim Einkaufen von Lebensmitteln achten kann, um \u00fcber die Nachhaltigkeit eines Produkts urteilen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders interessant und nennenswert waren die Interviews, die wir mit verschiedenen Expertinnen und Experten gef\u00fchrt haben. Aufgrund von Corona konnten wir diese leider nicht in Bremen besuchen. Darum hielten wir mit ihnen Videokonferenzen ab. Trotz anf\u00e4nglicher technischer Probleme, waren diese aber ein voller Erfolg, da wir viel von den Referenten lernen konnten. Der erste Experte, mit dem wir sprachen, war ein Experte f\u00fcr den Islam, die T\u00fcrkei und Konflikte im Nahen Osten. Er erz\u00e4hlte uns etwas \u00fcber die Deutsch-T\u00fcrkische Beziehung und teilte uns mit, ob er einen t\u00fcrkischen Eintritt in die Europ\u00e4ische Union bef\u00fcrworten w\u00fcrde. Die Gebiete, mit denen sich die anderen beiden Personen, mit denen wir sprachen haupts\u00e4chlich besch\u00e4ftigten, waren Menschenrechte, Konsum und Nachhaltigkeit. Wir bekamen von diesen unter anderem Ratschl\u00e4ge, die uns dabei helfen sollten, unser Konsumverhalten nachhaltiger zu gestalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Ende der Akademie sollte jeder Kurs die Ergebnisse der letzten Tage den anderen pr\u00e4sentieren \u2013 so auch wir. Unsere Gruppe einigte sich relativ schnell auf eine visuelle Pr\u00e4sentationsmethode. Nach langer Vorbereitung pr\u00e4sentierten wir der Akademie unsere Ergebnisse und wir haben unsere Vorstellung mehr oder weniger als Erfolg abgestempelt. Auch die anderen Kurse haben tolle Arbeit geleistet und konnten uns ihre Ergebnisse mit Stolz pr\u00e4sentieren. Besonders der Philosophiekurs, der mehrere Reden geschrieben und vorgetragen hat, beeindruckte mich. Die Teilnehmerinnen sprachen Themen wie Selbstmotivation, Fl\u00fcchtlinge und Feminismus auf eine mitrei\u00dfende Art und Weise an.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Tag der Abreise erhielten alle Teilnehmenden noch eine Teilnahmebescheinigung und die Kursleiterinnen und Kursleiter erhielten als Dankesch\u00f6n kleine Aufmerksamkeiten. Mein Kurs und ich nutzten nochmal die letzte M\u00f6glichkeit, mit den Booten, die es am See zum Ausleihen gab, zu fahren. In Papenburg gibt es viele Kan\u00e4le und Seen. Darum gab es dort zum Bootfahren echt viele M\u00f6glichkeiten. Wenn ich ehrlich sein will, muss ich schon sagen, dass der Abschied sehr traurig war, da wir innerhalb einer Woche als Gruppe sehr stark zusammengewachsen sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abschlie\u00dfend kann ich sagen, dass ich die JuniorAkademie absolut weiterempfehlen w\u00fcrde. Man sollte sich zwar dar\u00fcber im Klaren sein, dass man eine ganze Woche lang komplett eingespannt ist und wenig Freizeit hat, aber die Akademie bietet umso mehr Chancen. Ich habe viel von den anderen Teilnehmenden lernen k\u00f6nnen und unglaublich nette Personen kennengelernt, mit denen ich auch jetzt noch in gutem Kontakt stehe. Ein Treffen mit meinem Kurs ist jetzt schon Planung. Au\u00dferdem sehe ich die JuniorAkademie als gute M\u00f6glichkeit, die eigene Sch\u00fcchternheit zu \u00fcberwinden, weil man mehr oder weniger dazu gezwungen ist, auf fremde Leute zuzugehen. Allgemein kann ich sagen, dass ich alle Leute, auf die ich dort getroffen bin, als sehr positiv und freundlich wahrgenommen habe. Nat\u00fcrlich lernte ich dort auch viel Neues \u00fcber Politik und Wirtschaft und bin sehr dankbar daf\u00fcr, die Chance bekommen zu haben, an solch einem Angebot teilnehmen zu d\u00fcrfen. Diese aufregende Woche hat definitiv meinen Horizont erweitert und wird mir immer in sch\u00f6ner Erinnerung bleiben!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zoe Kettmann, Klasse 10a (Oktober 2020)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Au\u00dferschulisches Lernen? \u2013 Oder doch Ferienspa\u00df? In den vergangenen Herbstferien, vom 9. \u2013 16. Oktober 2020, nahm ich an der 13. Nieders\u00e4chsischen JuniorAkademie in der Historisch \u00d6kologischen Bildungsst\u00e4tte (H\u00d6B) in Papenburg teil. In diesen Erfahrungsbericht m\u00f6chte ich davon erz\u00e4hlen, wie ein typischer Akademietag aussieht und wie die Akademie trotz der Corona-Pandemie stattfinden konnte. 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