
Balu und du: ein großer Bär kümmert sich um ein kleines Menschenkind
Wer kennt nicht diese rührende “Dschungelbuch“- Geschichte des kleinen Jungen
Mogli, der sich alleine, ohne Hilfe seiner Eltern, im Dschungel zurechtfinden
muss. Zum Glück trifft er den großen Bären Balu, der ihm hilft, seinen
Lebensraum kennenzulernen, Neues zu entdecken, Spaß zu haben, aber auch Gefahren
rechtzeitig zu erkennen.
Seit Beginn des Schuljahres 2010/2011 treffen sich die Balus - 22 Schüler und
Schülerinnen der Q1 (Jahrgang 11) - alle zwei Wochen regelmäßig über einen
Zeitraum von eineinhalb Jahren mit ihren jeweiligen Moglis - Grundschulkinder
der Klassen 1-4 aus den umliegenden Grundschulen -, um gemeinsam einen
Nachmittag zu gestalten: mit ihnen zu schwimmen, einen Drachen zu basteln,
Fußball zu spielen oder Kuchen zu backen. Der Fantasie sind keine Grenzen
gesetzt. Das Seminarfach „Balu und du“ gibt den Schülern und Schülerinnen die
Möglichkeit, erste pädagogische Erfahrungen im Hinblick auf eine spätere
Studien- bzw. Berufswahl zu machen. Alle 22 sind mit Feuer-Eifer dabei, da sie
bereits jetzt merken, dass sie Lust haben, sich mit Kindern zu beschäftigen und
sie auf diese Weise zu fördern.
Bereits 2002 wurde das Mentorenprogramm von Frau Prof. Müller-Kohlenberg und
ihrem Team an der Universität Osnabrück entwickelt und inzwischen auch
evaluiert, zunächst allerdings ausschließlich für die Studierenden im
Fachbereich Pädagogik, die sich ehrenamtlich um Grundschulkinder kümmerten.
Aufgrund des großen Erfolgs wurde das Programm erweitert, ein
Verein („Balu und du e.V.“) mit Sitz in Köln gegründet. Und seit einiger
Zeit werden nun auch Schulen in das Projekt mit eingebunden.
Im Seminarfach unter der Leitung von Frau Mechthild Dierks und Frau Sandra
Wagner tauschen die Balus ihre Erfahrungen aus, reflektieren die Treffen in
einem Tagebuch, geben sich gegenseitig Ratschläge bei Problemen, erhalten
Einsichten in einige pädagogische Grundkenntnisse, planen neue Aktivitäten, die
sie mit ihren Moglis unternehmen wollen, und schreiben schließlich eine
Facharbeit zu ihren Erfahrungen.
Unterstützt wird das Seminarfach vom Bramscher Präventionsrat. Der
Vorsitzende Jan Rathjen hat zudem mit verschiedenen örtlichen Einrichtungen
Ermäßigungen bzw. Freikarten für die Balu-Teams ausgehandelt und steht als
Ansprechpartner jederzeit zur Verfügung.
Einige Treffen haben bereits stattgefunden; Spielen von Brettspielen,
Fußballspielen, Radfahren, Toben auf dem Spielplatz, Laternen basteln und vieles
mehr stand auf dem Plan der jeweiligen Treffen.
Die meisten Balus berichteten, dass sich ihre Moglis meist schon lange im
Voraus auf das nächste Treffen freuten. Lesen Sie auch den Artikel der
"Bersenbrücker Kreisblatts" vom 16.12.2010, indem Sie mehrfach auf die
Miniaturansicht klicken.

Sandra Wagner, Koordinatorin „Balu und Du“
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