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Hier sehen Sie einige Fotos:
Lesen Sie auch den Bericht von Sabrina Ahling und Sabrina Koppik: 3.
Weltkrieg verhindert Vor kurzem haben 50 Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bersenbrück am Planspiel „Politik und internationale Sicherheit“ kurz POLIS im Medienforum Bersenbrück teilgenommen. Das Spiel wird durch 11 verschieden geprägte Regionen der Welt dargestellt, welche in etwa den heutigen wirtschaftlichen, politischen und militärischen Kräfteverhältnissen in der Welt untergeordnet sind (Beispiel: Afrika, Nordamerika...). Die Leitung der jeweiligen Regionen erfolgt durch je vier Politiker: Staatsminister, Wirtschaftsminister, Oppositionsführer und Regierungschef. Die Rollen sind mit entsprechenden Aufgaben verbunden, die während des Spiels einzuhalten sind. Begleitet wird die POLIS-Welt von der Weltpresse, die die vergangenen Ereignisse festhält, und der Weltbank, die den Welthandel überwacht. Ein Spielzug stellt ein POLIS-Jahr dar und wird durch einen speziellen Aufbau gegliedert. Dieser besteht u. a. aus verschiedenen Beratungen, Verhandlungen, Konflikten sowie Wahlen. Eine Weltkarte dient dazu, die militärischen Handlungen und Konflikte zu verdeutlichen. Die Simulation beginnt mit einer Ausgangssituation, wie sie momentan in der Welt herrscht. Im Vordergrund stehen dabei wirtschaftliche Verträge, Bündnisse zwischen einzelnen Staaten, Umweltpolitik und sowohl innenpolitische als auch außenpolitische Kommunikation. Im Hintergrund, aber doch oft präsent, sind Konflikte, die sich bis zu Kriegen hin entwickeln können. Das POLIS-Spiel ist so aufgebaut, dass es realitätsnah und authentisch wirken soll (Sicherheitsratssitzungen, Spielzüge auf einer Weltkarte, UN-Versammlungen...). Ziel des Spiels ist es Zusammenhänge des politischen und wirtschaftlichen Geschehens in der Welt besser zu verstehen und Einsicht in dessen Ablauf und Verwirklichung zu erlangen. Bereits im ersten POLIS-Jahr wurde eine aggressive Haltung seitens der chinesischen Regierung gegenüber den anderen Staaten erkennbar. So sprach sich der chinesische Regierungschef klar für Krieg und gegen Frieden aus. Dies führte zu Antipathien der restlichen UN-Staaten gegenüber China, welche auch auf den Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung gründeten. Nachdem sich zuerst die GUS auf die Seite Chinas schlug, führte ein Regierungswechsel in der Gemeinschaft unabhängiger Staaten zu immer größeren Differenzen zwischen China und der GUS. Stattdessen schlossen sich Ost- und Westeuropa zu einem vereinten Europa zusammen, das sich aufgrund gleicher Interessen mit China verbrüderte. Diese Staaten setzten sich das Ziel, den Frieden mit Hilfe von Gewalt und Krieg durchzusetzen. Der Ausschluss Chinas aus der Börse für zwei Jahre, die erweiterte Verlängerung dieser Sanktion sowie der Hass Chinas gegen die arabische Regierung waren nicht zuletzt auch Gründe für die Kriegsstimmung in China. Die Lage spitzte sich besonders im 5. POLIS-Jahr immer mehr zu, sodass George W. Bush mit dem Satz „Kauft euch warme Kleidung für den nuklearen Winter“ drohte. Die Angst vor einem 3. Weltkrieg kam besonders in den friedlichen Staaten Südamerika, Arabien und Afrika auf. Afrika versuchte, durch den Aufruf „Make love not war“ noch einmal an den Menschenverstand zu appellieren. Durch die Einberufung eines UN-Sicherheitsrates wurde versucht, den Weltfrieden zu wahren. Nach heftigen Diskussionen kam es schließlich zu einer friedlichen Lösung, mit der alle Staaten einverstanden waren. Außerhalb der Konflikte kam es zudem z. B. zu wirtschaftlichen Problemen, sodass viele Regionen am Ende eines POLIS-Jahres tief in den roten Zahlen standen und Regierungswechsel in vielen Regionen ins Haus standen. Die Unterversorgung in Afrika und Asien sowohl an Industrie- als auch an Agrargütern konnte durch Entwicklungshilfe von anderen hilfsbereiten Regionen wie Westeuropa oder Nordamerika gelöst werden. Südamerika versuchte (und ihm gelang es sogar teilweise)
seine politischen Probleme durch Fußball zu lösen. In Nordamerika kam es immer
wieder zu innenpolitischen Spannungen, die im Laufe des Spiels nicht gelöst
werden konnten. (
Sabrina Ahling, Sabrina Koppik)
Polis- was ist das? POL&IS
( = Politik und internationale Sicherheit ) ist eine interaktive Simulation und
ein Rollenspiel für ca. 35 bis 50 Teilnehmer. POL&IS
wird durchgeführt von den Jugendoffizieren der Bundeswehr. POL&IS ist eine
Modellwelt mit 11 bis 12 verschiedenen Regionen, welche in etwa den heutigen
wirtschaftlichen, politischen und militärischen Kräfteverhältnissen
entsprechen (Nordamerika, Westeuropa., Japan, Ozeanien, Arabien, Osteuropa, GUS,
China, Südamerika, Afrika, Asien, Israel). Jede
Region ist besetzt mit 4 Rollen. Der Regierungschef Die
Simulation beginnt mit einer Ausgangsgeschichte, d.h. die derzeitigen Bündnisse,
Verträge und Organisationen existieren auch in der POL&IS-Welt (z.B. NATO,
UNO, ASEAN etc.). Den weiteren Verlauf des Weltgeschehens bestimmen die
Simulationsteilnehmer. Dies kennzeichnet die Interaktivität: Die Teilnehmer
handeln neue Verträge aus, schließen neue Bündnisse und tauschen Wirtschaftsgüter
aus. Der Wirtschaftskreislauf besteht darin, dass Agrar- und Konsumgüter der
Versorgung der Bevölkerung dienen, Rohstoffe und Energie der Versorgung der
Industriezentren. Auch der Umweltschutz spielt eine wichtige Rolle. Jede Region hat dabei ihre eigenen Möglichkeiten und
Probleme. Es
entsteht ein reales Abbild der Welt mit entsprechenden Handlungsmöglichkeiten
und -zwängen. Es kommt zu vielfältigen Konfliktsituationen, wie z.B. humanitäre
Einsätze, Hungerkatastrophen, Bevölkerungsexplosion, Migration,
Guerillabewegungen oder Umweltprobleme. Der Verlauf der Simulation ist so
gestaltet, dass Willensbildungs- und Entscheidungsprozesse idealtypisch
dargestellt werden. Zweck
der Simulation ist nicht, einen Gewinner oder Verlierer herauszufiltern, sondern
gemeinsam miteinander zu kommunizieren, Kompromisse zu schließen, Konfliktlösungsmöglichkeiten
und -mechanismen sowie Interdependenzen einer sich globalisierenden Welt
aufzuzeigen: Politik soll veranschaulicht und persönlich erfahren werden. Abhängigkeiten
von persönlichen Färbungen und äußeren Einflüssen in der Politik werden
greifbar. Zusätzlich soll die Simulation rhetorische, didaktische und kognitive
Fähigkeiten schulen. POL&IS wurde in den 80er Jahren von der Universität Erlangen in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr entwickelt, die nun die alleinigen Rechte an POL&IS besitzt. |
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