Manitowoc Lutheran High School

Seit 1998 findet ein regelmäßiger Austausch zwischen Schülerinnen
und Schülern der Klassen 10 und 11 des Gymnasiums Bersenbrück und
der Manitowoc
Lutheran High School statt.
Manitowoc ist eine Kleinstadt in Wisconsin am
Lake Michigan, nicht weit von der Grenze zu Kanada. Das
Einzugsgebiet der Partnerschule ist sehr weitläufig, so dass die
Schüler oft recht lange Anfahrtswege haben. Da es sich um ein
vorrangig ländliches Gebiet handelt, sind die einzelnen Häuser oft
für unsere Verhältnisse weit voneinander entfernt. Anfahrtswege von
20 - 25 Meilen sind keine Seltenheit. Dies empfinden unsere
Schülerinnen und Schüler aber bei weitem nicht als Nachteil, denn
die amerikanischen Schüler haben fast alle ein eigenes Auto.
Unterstützt wird dieser Austausch von dem
German-American-Partnership-Program (GAPP).
Es wird hauptsächlich gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes
und der amerikanischen Regierung. Die finanzielle Unterstützung
durch GAPP ist jedoch eher gering, entscheidender ist, dass der
Austausch durch GAPP initiiert wurde und auch weiterhin betreut
wird. Die finanziellen Mittel (ca. 1000 Euro) müssen von den
Teilnehmern selbst aufgebracht werden. Der Austausch findet jährlich
statt: Im Mai/Juni kommen die amerikanischen Gastschüler in
Begleitung eines Lehrers nach Bersenbrück und im September fahren
die Bersenbrücker Schülerinnen und Schüler nach Manitowoc. Die
Schülergruppen nehmen jeweils ca. zweieinhalb Wochen am Unterricht
ihrer Partner teil und verbringen eine halbe Woche in einer größeren
Stadt. Die amerikanische Gruppe wechselt ihr Ziel jährlich, während
die deutsche Gruppe immer zum Abschluss einige Tage in
Chicago verbringt.
Der Austausch ist für beide Seiten ein Gewinn, da die Schülerinnen
und Schüler die Lebensweise im jeweiligen Gastland kennen und
schätzen lernen und somit aus einer anderen Perspektive beurteilen
können. Um den Aufenthalt zu einem positiven Erlebnis zu machen,
versuchen die betreuenden Lehrkräfte beider Seiten mit Hilfe eines
Fragebogens Vorlieben, Interessen und Lebenssituation der
Teilnehmer zu erkunden, um möglichst passende Partner zu finden.
Zumeist gelingt dies auch, was aus den positiven Äußerungen der
Schülerinnen und Schüler ersichtlich ist.
Die Auswertung der Austauschfahrten findet mit Hilfe von
Fragebögen statt, mit denen sowohl
Schüler als auch
Gastfamilien ihre Erfahrungen und Eindrücke dokumentieren.
Im Vorfeld des Austausches geben die Erziehungsberechtigten ihr
Einverständnis zur medizinischen Versorgung ihres Kindes in den
USA; die Erziehungsberechtigung muss auf die begleitende Lehrkraft
übertragen werden, da sonst eine eventuelle medizinische Versorgung
nicht gewährleistet ist. Mit einer weiteren Unterschrift bestätigen
die Erziehungsberechtigten, dass sie davon Kenntnis genommen haben,
dass Schülerinnen und Schüler vorzeitig und auf eigene Kosten zurück
reisen müssen, falls sie den Anweisungen der Lehrkräfte zuwider
handeln. Ebenfalls erklären sie damit ihr
Einverständnis zur Teilnahme an den diversen Aktivitäten während
der Austauschfahrt.
Autor: Jungmann, Dr. Scheffler
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