Gymnasium Bersenbrück

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  • Anerkennung für außerordentliche Leistungen im Landeswettbewerb der alten Sprachen

    Stolz, und das mit Recht, schauen unsere vier Abiturientinnen und Abiturienten auf ihre Urkunden, die ihnen die erfolgreiche Teilnahme am „Rerum antiquarum certamen“, dem Wettbewerb der Alten Sprachen, bescheinigen. Während Lisa Wesselkamp, Martin Kolaczek und Patrick Friemerding ihre Kenntnisse in der lateinischen Sprache im Rahmen einer schriftlichen Klausur nachwiesen, reichte Merle Groneweg darüber hinaus noch eine Ausarbeitung ein mit dem Thema „Est igitur res publica res populi“ – Die Suche nach der besten Verfassung. Über einen Zeitraum von fünf Wochen beschäftigte sie sich mit Ciceros Staatstheorie („De re publica“ – Über den Staat) und verglich die antiken Vorstellungen von einem perfekten Gemeinwesen mit denen, die die amerikanische Revolution getragen haben und solchen, die in unsere unmittelbare Gegenwart hineinspielen (etwa Helmut Schmidts Überlegungen in seinem Buch „Außer Dienst“). Im Gutachten zu ihrer mit „sehr gut“ bewerteten Arbeit bescheinigen die Korrektoren der frisch gebackenen Abiturientin, formal und methodisch sehr überzeugend vorgegangen zu sein, und hoben ihren Mut, antike Inhalte mit modernen Gedanken zu vergleichen ebenso lobend hervor wie die Selbstständigkeit ihrer Argumentation, in der Merle Zusammenhänge entwickelt habe, die sich nicht von vornherein und offensichtlich aufdrängten.

    Bernd Zur-Lienen

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  • Dem Varus auf der Spur:120 junge „Germanen“ überschreiten Rheingrenze bei Wesel

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    Zweitausend Jahre plus eins nach der katastrophalen Niederlage der römischen Legionen unter ihrem Feldherrn Quinctilius Varus im Umland Bersenbrücks machten sich dieser Tage 120 „Nachfahren“ der  Germanen auf, um die zivilisierte Seite der (antiken) Welt kennen zu lernen und die Relikte imperialer Macht zu erkunden: Zusammen mit ihren Lehrern fuhren die Sechstklässler des Gymnasium Bersenbrück nach Xanten in das ehemalige Grenzlager der Römer an strategisch wichtiger Stelle am Rhein.

    Dabei konnten die Schüler feststellen, dass der Rhein immer noch einen Schnitt in der Landschaft darstellt, dass aber die gerade fertig gestellte Brücke bei Wesel den Übergang, pardon: die Überfahrt im modernen Bus, wesentlich erleichtert! Statt schwimmend oder auf wackligen Kähnen erreichten sie das Römerlager trockenen Fußes und staunten, dass der große Fluss gar nicht mehr direkt an der Mauer der Befestigungsanlage vorbeifließt: Er hat sich (sein mittlerweile festes) Bett etwas weiter östlich gesucht, sodass dort, wo sich in römischer Zeit der Hafen befand, nun die Busse „vor Anker gehen“ konnten.

    Und dann gaben die Lehrer das Signal zum Sturm auf die Römerfestung: Aufstellen im Klassenverband und nacheinander Einrücken durch das weit geöffnete Tor (Widerstand gab es nicht) in eine andere Zeit. Und im Inneren von „Castra Vetera“ lockten das schöne Wetter und die herrlichen Wiesen zunächst zum Picknick, bevor es galt, anhand einer Rallye das Lager zu erkunden. „Puh, ist das weitläufig!“ hörte man die wenig Fußmarsch erprobten „Junggermanen“ schon nach kurzer Zeit stöhnen. Doch sie kämpften sich tapfer durch, sogar bis zum vor kurzem eröffneten neuen Museum, das durch Gestaltung, Fundstücke und eine tolle Führung sehr zu gefallen wusste. Auf dem Rückweg zum Bus konnte ein Beobachter den Eindruck bekommen, dass an diesem Tag mancher Schüler geradezu Übermenschliches geleistet hatte

    Für die Rückfahrt jedoch galt ein Spruch aus Wilhelm Buschs „Max und Moritz“: „Jeder denkt, die sind perdü, aber nein, noch leben sie!“ Bis zur Rückkehr nach Bersenbrück wurde geredet, geredet, geredet, … Am nächsten Tag waren alle wieder da, wo sie sein sollten: auf ihren Plätzen in der Schule!

    Bernd Zur-Lienen

     

  • Ab dem neuen Schuljahr dritte Wahlfremdsprache ab Klasse 7 möglich

    Ab dem neuen Schuljahr 2010/2011 soll bereits ab Klasse 7 eine dritte Wahlfremdsprache, das heißt Französisch oder Latein, angeboten werden. Für die Eltern der  Schülerinnen und Schüler der jetzigen 6. Klassen findet deshalb im Mai ein Informationsabend statt. Schülerinnen und Schüler, die Französisch- bzw. Latein als 3. Fremdsprache ab Klasse 7 erlernen wollen,  müssen sich allerdings jeweils für ein ganzes Schuljahr anmelden, denn nur so ist die nötige Planungssicherheit gegeben.  

     
  • Latein- und Griechischlehrer aus ganz Niedersachsen kamen im Gymnasium Bersenbrück zusammen: Die Schule war zum ersten Mal Gastgeber der Vertreterversammlung des Niedersächsischen Altphilologenverbands (NAV). Die jüngste Tagung befasste sich unter anderem mit dem Lehrermangel im Fach Latein. Mehr darüber können Sie im Bericht des "Bersenbrücker Kreisblatts" vom 19.03.2009 lesen, wenn Sie mehrfach auf die Miniaturansicht klicken.

  • Yvonne Hemme, Jahrgang 13, hat beim Lateinwettbewerb „Rerum antiquarum certamen“ in der ersten Runde die Bestnote bekommen und in einem Auswahlseminar in Wolfenbüttel einen Büchergutschein in Höhe von 250 Euro erhalten. Zudem wird sie nach dem ersten Semester für ein Stipendium vorgeschlagen. Herzlichen Glückwunsch! Lesen Sie den entsprechenden Artikel aus dem "Bersenbrücker Kreisblatt vom 24.06.2008 , indem Sie mehrfach auf die Miniaturansicht klicken:

Informationen zum Lateinunterricht am Gymnasium Bersenbrück

Zur Zeit befindet sich der Lateinunterricht am Gymnasium Bersenbrück wie bei anderen Fächern auch im Umbruch. Der Grund dafür liegt in der Schulstrukturreform, die den Beginn der zweiten Fremdsprache, und das heißt auch des Lateinunterrichts, ab Klasse 6 vorsieht und letztlich ab 2011 das Abitur nach 12 Jahren. Innerhalb dieses Rahmens finden weitere Veränderungen statt, etwa die Einführung der Profiloberstufe für den kommenden Jahrgang 12 im Schuljahr 2006/07. Alle dieses Maßnahmen haben auch Rückwirkungen auf den Lateinunterricht, während gleichzeitig das alte Modell mit Latein ab Klasse 7 noch nicht ausgelaufen ist.

- Der Lateinunterricht beginnt in Klasse 6. Zunächst steht natürlich der Spracherwerb im Vordergrund, flankiert durch sachkundliche und der Altersstufe angemessene inhaltliche Arbeit. Später, etwa ab Klasse 9, wird die Arbeit an Originaltexten entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen über das „Kleine Latinum“ hinzukommen.
Eingeführt ist folgendes Lehrwerk:
Prima. Gesamtkurs Latein. Ausgabe A. Textband und Begleitband,
hrsg. von Clement Utz, Verlag C.C. Buchner,
ISBN 3-7661-5000-6 (Textband)
ISBN 3-7661-5001-4 (Begleitband)
„Prima“ wird z.Zt. (Februar 2006) auch von den Klassen 7 und 8 benutzt. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 haben noch nach altem Modell in Klasse 7 mit Latein begonnen.

- Die Klassen 9 und 10 verwenden noch das auslaufende Lehrwerk
Cursus Continuus. Ausgabe A. Texte und Übungen bzw. Grammatischer Begleitband,
hrsg. von Gerhard Fink und Friedrich Maier, Verlag C.C. Buchner/Lindauer/Oldenbourg,
ISBN 3-7661-5380-3 (Textband, 2. Auflage)
ISBN 3-7661-5381-1 (Begleitband)

- Bei später beginnendem Latein, z.Zt. noch ab Klasse 9 und Klasse 11 (ehemalige Realschüler), findet folgendes Lehrwerk Verwendung:
Latinum. Ausgabe B. Lehrgang für den später beginnenden Lateinunterricht,
von Helmut Schlüter und Kurt Steinicke, 2. veränderte Auflage,
Verlag Vandenhoeck und Ruprecht in Göttingen,
ISBN 3-525-71403-3 (Lehrbuch)
ISBN 3-525-71401-7 (Grammatisches Beiheft)

- Bei Latein als zweiter Fremdsprache (also ab Klasse 6 – neu – bzw. ab Klasse 7 – alt) beinhaltet der Unterricht ab Klasse 9 (neu) oder ab Klasse 10 (alt) Lektüreunterricht. Das bedeutet eine vertiefte sprachliche und inhaltliche Arbeit an lateinischen Originaltexten unter Einbeziehung von Referaten, Präsentationen etc. zu Einzelaspekten, wobei ein aktueller Bezug ausdrücklich erwünscht ist. Zu beachten ist, dass nach Einführung des Zentralabiturs in Niedersachsen (erstmals durchgeführt 2006) bestimmte Autoren, Problemstellungen und Aspekte für die einzelnen Kurse vorgegeben sind. Bei später beginnendem Lateinunterricht setzt die vertiefende Lektürearbeit mit entsprechender zeitlicher Verschiebung ein, wobei allerdings ab der Jahrgangsstufe 12 eine gewisse inhaltliche Parallelität erreicht wird.

- Im Fach Latein erwerben die Schülerinnen und Schüler nach Erreichen bestimmter Ziele Abschlüsse, die sogenannten „Latina“. Diese gelten vielfach als Studienvoraussetzungen an den Universitäten oder als Nachweis von Lateinkenntnissen. Die Bestimmungen hierzu sind von Hochschule zu Hochschule verschieden.
In Niedersachsen können auch in Zukunft drei „Latina“ erworben werden. Voraussetzung ist jeweils ein erfolgreicher Abschluss der jeweiligen Klassenstufe oder des jeweiligen Jahrgangs. „Erfolgreich“ bedeutet mindestens den Erwerb der Note 4 (ausreichend) bzw. von 05 Punkten.
Derzeit gilt noch das alte Modell:
1.) Kleines Latinum bei Note 4 in Latein am Ende von Klasse 10 bei Beginn in Klasse 7
2.) Latinum bei Note 4 im Halbjahres- und Jahresendzeugnis von Klasse 11 bei Beginn
in Klasse 7
3.) Großes Latinum bei zwei Kursen mit zusammen 10 Punkten (davon 05 Punkte in 12/II) im Jahrgang 12 bei Beginn in Klasse 7
Für Schülerinnen und Schüler mit Beginn des Lateinunterrichts in Klasse 6 bei Abitur nach 12 Jahren gilt ein neues Schema, das weitgehend, aber nicht ausschließlich, das alte Modell übernimmt und an die veränderten Verhältnisse anpasst. Es ist vorgesehen
1.) Kleines Latinum bei Note 4 in Latein am Ende von Klasse 9
2.) Latinum bei Note 4 im Halbjahres- und Jahresendzeugnis von Klasse 10
3.) Großes Latinum „in vier Schulhalbjahren der Qualifikationsphase“ (also am Ende des Jahrgangs 12) mit einem Ergebnis von zusammen 10 Punkten in den beiden letzten Kursen (davon 05 Punkte in 12/II)
Der Erwerb eines Teils der Latina oder sogar aller drei Stufen ist nach altem wie nach neuem Modell auch bei später beginnendem Latein möglich.
Ob und welches Latinum zuerkannt wird, kann pauschal für alle Schülerinnen und Schüler oft nicht gesagt werden. Eine Einzelberatung ist in diesen Fällen zu empfehlen.

Der Fachobmann Latein am Gymnasium Bersenbrück
Edgar Barwig

Eine alte Sprache für das 21. Jahrhundert
Latein am Gymnasium Bersenbrück

Ehemalige Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Bersenbrück werden sich erinnern: Latein hatte stets in Bersenbrück ein sicheres Standbein.
Das war keineswegs immer selbstverständlich. Bis Ende der 1960er Jahre unbestrittener Teil der Elitenbildung, geriet um 1970 Latein in Verruf. Wozu brauche man noch eine Sprache, so die Devise, deren Kenntnis (angeblich) nur dazu diene, eine Barriere zwischen Bürgertum und Arbeiterschaft aufrecht zu erhalten und gymnasiale Bildung samt darauf aufbauender Bildungschancen als Privileg einer kleinen, elitären Schicht zu bewahren? Latein geriet zunehmend unter Legitimationsdruck und in die Defensive. Solche, die es zu wissen glaubten, wurden nicht müde, die Perspektivlosigkeit des Faches zu betonen, und verkündeten stets aufs Neue das nahende Ende des Faches Latein im Kanon gymnasialer Bildung.

Sie irrten sich.

Heute steht das Fach Latein von den Schülerzahlen her in Niedersachsen unangefochten da, und schon seit Jahren bietet ein erfolgreich absolviertes Lehramtsstudium unter Einbeziehung des Faches Latein gleichsam eine Beschäftigungsgarantie. Zur Zeit kann sogar die Nachfrage nach Lateinunterricht in ganz Niedersachsen durch die zur Verfügung stehenden Lehrkräfte und Absolventen kaum gedeckt werden, und die Kolleginnen und Kollegen, die hier tätig sind, müssen oft ihre weiteren Fächer vernachlässigen. Auch Veränderungen im Angebot der Neuen Sprachen gingen in Niedersachen nicht zu Lasten des Alternativangebots Latein. Im Schuljahr 2004/2005 lernen am Gymnasium Bersenbrück von insgesamt 1100 Schülerinnen und Schülern 584 Latein oder haben sich dafür entschieden, es ab Klasse 6 zu tun. 75 Schülerinnen und Schüler betreiben die Alte Sprache wahlfrei ab Klasse 9. Zur Durchführung des Unterrichts stehen (mit unterschiedlichen Stundendeputaten) 7 Lehrkräfte zur Verfügung
Aber auch das Fach selbst hat sich in den letzten 35 Jahren grundlegend gewandelt. Zwar steht in den unteren Klassen nach wie vor der Spracherwerb im Vordergrund – Jede Sprache muss erst erlernt werden, um sie anwenden zu können! – aber in der gymnasialen Oberstufe (in Zukunft: Qualifikationsphase) wird heute entsprechend der Fülle von Themenbereichen in der lateinischen Literatur Basisarbeit im Bereich der Historisch-politischen Bildung sowie in der aktuellen Wertediskussion geleistet. Unsere moderne Welt ist nicht vorstellbar ohne die Weichenstellungen der Antike. Insofern leisten Übersetzung und Erschließung lateinischer Literatur mit Diskussion, Erarbeitung des historischen Umfelds und Herstellen eines aktuellen Bezuges zusammen mit den Fächern Deutsch, Geschichte, Politik, und Religion bzw. Werte und Normen einen wesentlichen Beitrag zur Allgemeinbildung und Kritikfähigkeit unserer Schülerinnen und Schüler. Und auch die sprachliche Komponente ist mehr als nur Vokabelpaukerei. Gerade in den ersten Jahren des Lateinunterrichts werden die Kompetenzen erworben, präzise mit Sprache umzugehen, sie zu analysieren und Beziehungen zu anderen Sprachen herzustellen. An die Spracherwerbsphase schließt sich dann ein behutsamer Übergang zu umfassenderen Fragestellungen an, die anhand langsam anspruchsvoller werdender lateinischer Texte bearbeitet werden.
Von einigen Gewohnheiten der letzten Jahrzehnte werden sich Lateinschülerinnen und –schüler jedoch trennen müssen. Grund dafür ist die aktuelle Reform des Bildungswesens.
Für Generationen von Schülerinnen und Schülern hieß es: Beginn des Unterrichts in Latein (oder Französisch) ab Klasse 7 als Wahlpflicht, Beginn des Unterrichts in Latein (oder Französisch) in Klasse 9 (wahlfrei) oder Beginn des Lateinunterrichts in Klasse 11 bei Realschulabsolventen. Zur Zeit beginnt der Lateinunterricht mit Wahlpflicht in Klasse 6, und mittelfristig wird er vielleicht schon in Klasse 5 einsetzen. Das gegenwärtige Schuljahr 2004/2005 stellt eine Übergangsphase dar, in der Wahlpflichtunterricht in den Sprachen sowohl in Klasse 6 als auch in Klasse 7 beginnt. Das altbekannte System besteht noch neben dem neuen. Noch sind nicht alle Details der Reform bekannt oder gar umgesetzt, doch steht fest, dass sich auch für die Organisation des Lateinunterrichts manches ändern wird. Sicher ist aber auch, dass die Neuerungen den Bildungsgehalt des Faches Latein nicht schmälern wollen oder können. Latein ist eine alte Sprache, deren Kenntnis wichtige Kompetenzen vermittelt, eine alte Sprache für das 21. Jahrhundert eben, die heute so aktuell ist wie vor 2000 Jahren.

Latin-PoP

Nein, hier geht es nicht um lateinamerikanische Rhythmen, wie die Überschrift vermuten lässt, sondern tatsächlich um populäre Musik mit lateinischen Texten. Aufmerksame Leser der NOZ und ihrer Lokalausgaben haben vielleicht bemerkt, dass dasselbe Thema im Feuilleton Anfang Februar 2006 nicht nur dargestellt, sondern auch mit einem Kommentar gewürdigt wurde.Dabei ging es um die Gruppe „ISTA“, die sich seit 1992 mit dem Thema „HipHop mit lateinischen Texten“ befasst und bereits mehrere Veröffentlichungen vorweisen kann. Ein gewisser Clemens Liedtke äußerte sich des Weiteren dazu, dass es hier nicht um Ghettoklänge aus US-Großstädten gehen könne, sondern um ein – mal heiteres, mal ernstes – Spiel mit Rhythmen, wozu sich eben die lateinische Sprache ganz besonders eigne. Der Verfasser dieser Zeilen kann dies bestätigen, da er ebenfalls seit ihrer Gründung Mitglied der Gruppe ISTA ist und so festgestellt hat, dass Latein für Schüler auch eine Art Freizeitbeschäftigung sein kann.
In den 1990er Jahren unterrichtete ich in Wilhelmshaven und betreute ISTA als eine Art Langzeit-AG. Wir machten Musik und hatten Spaß mit Latein, obwohl der Latein-Grundkurs, aus dem ISTA hervorging, auch nur durchschnittlich leistungsstark war. Man muss also kein Superlateiner sein, um mit dieser Sprache etwas anfangen zu können, und „tot“ ist sie nur dann, solange man sie nicht belebt. Das sieht – eher unfreiwillig – auch der dazugehörige Kommentar so, nennt er doch Latein, dieses alte Symbol akademischer Bildung, in einem Atemzug mit „Spaß, Spiel und Selbstverwirklichung“. Welch ein Wandel! Noch vor wenigen Jahren galt Latein nur mehr als alter Zopf bourgeoiser Überheblichkeit. Die Zeiten haben sich geändert und mit ihnen das Fach Latein. Daran hat ISTA ein kleines bisschen Anteil.
Übrigens: ISTA ist seit 1999 in Bersenbrück beheimatet, denn solange bin ich hier schon als Lehrer tätig. Wer mehr wissen will; wer vielleicht sogar Musik machen will, kann mich jederzeit ansprechen.

Edgar Barwig
www.ista-latina.de