Großes Orchester mit ansprechender LeistungKlicken Sie zur Vergrößerung auf die Bilder
und den Artikel des "Bersenbrücker Kreisblatts" vom 28.01.2010.
Fast 70 Schülerinnen und Schüler dreier Gymnasien, 26
davon aus Bersenbrück, und fünf Dirigentinnen begaben sich vier Tage
lang in das ehemalige Kloster Frenswegen, um acht Musikstücke für
verschiedene Besetzungen einzustudieren. Das Ergebnis ihrer Arbeit (rund
um die Uhr!) präsentierten die Mitwirkenden am Wochenende in Bad
Bentheim, Melle und im Schlusskonzert in der Aula des Gymnasium
Bersenbrück.
Mit einer Hommage an den im letzten Jahr verstorbenen
„King of pop“ Michael Jackson gelang dem Orchester unter der Leitung vom
Tomke Boomgaarden-Schubandt (Bad Bentheim) eine das Publikum fesselnde
Eröffnung des Konzertes: Der Beifall für das Arrangement des Hits
„Thriller“ (Rod Temperton) fiel so stark aus, dass Oberstudiendirektor
Peter Seeger mehrere Ansätze zu seiner Begrüßungsansprache machen
musste.
Mit einigem Stolz wies er auf eine Tradition von
mittlerweile 17 Konzerten der Orchestergemeinschaft mit den Gymnasien
Melle und Bad Bentheim hin. Er würdigte das enorme Engagement der
Kolleginnen und der beteiligten Schülerinnen und Schüler: „Vier Tage in
„klösterlicher Abgeschiedenheit“ haben Erstaunliches bewirkt: In
konzentrierter Arbeit sind viele Einzelinstrumente zu einem großen
Klangkörper herangereift. Diese Leistung der Kolleginnen ist umso höher
zu werten, als sie Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 6 – 13 zu
integrieren hatten!“
Mit zwei Sätzen aus Antonio Vivaldis „Konzert für zwei
Flöten und Streicher“, dirigiert von Celine Isambard (Bersenbrück) ging
es klassisch weiter: Die beiden Solistinnen Vera Fleddermann und
Katharina Koop (beide Gym. Bersenbrück) trugen den ersten, langsamen
Satz ausdrucksstark, den zweiten schwungvoll vor. Beim anschließenden
Arrangement von Maike Schumann (Bersenbrück) zum Musical „Phantom der
Oper“ (A. L. Webber) wussten insbesondere die starken Bläser zu
überzeugen. Ein wiederum klassischer Part fiel der Meller Musikpädagogin
Petra van Verth zu: Sie dirigierte Joseph Haydns anspruchvolles „Konzert
für Klavier und Orchester in D-Dur“, bei dem sich eine interessante
Interpretation und ein lebendiger Dialog des Orchesters mit dem
Klaviersolisten Enno Frerichs aus Melle entwickelte. Auch beim zweiten
Ausschnitt aus einem Musical, diesmal war es das bekannte „Hair“,
wussten die Bläser ihre Stärke einzusetzen. Unter der Leitung von Tomke
Boomgaarden-Schubandt vermittelte das Orchester insgesamt einen
„peppigen“ Groove. Anke Nowak-Peuker dirigierte bei Vivaldis „Konzert
für Oboe, Violine und Streicher in B-Dur“ das gesamte Orchester ein
Stück mit hohem Niveau, das insbesondere den beiden Solisten Maren
Schulz (Oboe) und Marian Brehmer (Violine) aus Melle viel abverlangte.
Celine Isambard leitete mit „Star Wars: Episode II“ von John Williams
(arrangiert von J. Brumaker) den Schluss dieses gelungenen Konzertabends
ein.
Am Ende des Konzertes blieb Schulleiter Seeger die (offensichtlich
gern übernommene) Aufgabe, den Dirigentinnen und den Solisten jeweils
einen Blumenstrauß als Dankeschön zu überreichen. Und der Lohn der
anderen Musizierenden? Der lange Applaus des beeindruckten Publikums
ermunterte das Orchester zu einer spaßigen Zugabe: Zum der Muppetshow
entliehenen Song sangen die Instrumentalisten ´Wir brauchen keine
Dirigenten, wir brauchen …`! Dann ging´s flott zum gemeinsamen
Abendessen in ein Bersenbrücker Restaurant – der Dank für sechs sicher
anstrengende, aber auch erlebnisreiche und produktive Tage. Für das
Gymnasium Bersenbrück bedeutet dieses Konzert zwischen den
Schulhalbjahren einen Höhepunkt schulischen Schaffens und ein Highlight
zur Begrüßung des neuen Jahres: eine Tradition, die gerade an einer noch
jungen Schule gepflegt sein will!