|
|
|
|
Bersenbrücker Gymnasiasten als Nachbarn von Schwedens Königin Silvia „Als ich vor drei Wochen gesagt habe, wir führen auch bei Schulausfall, habt ihr noch gelacht", begrüßte Olaf Griese, Lehrer am Gymnasium Bersenbrück, am frühen Morgen des 3. Februar die Teilnehmer des dritten Treffens des Comenius-Projektes „Food – Our Friend, Our Future" am Bersenbrücker Bahnhof, und selbst ein zugverspätender südschwedischer Blizzard konnte die unerschrockene Gruppe unter der Leitung des Bersenbrücker Comenius-Koordinators Joachim Bier-mann nicht aufhalten. Ziel der zwölfköpfigen Gruppe war die tief verschneite schwedische Hauptstadt Stockholm, wo sie Bengt Anderson von der Råsunda Skola aus dem benachbarten Solna erwartete. Gemeinsam mit den Partnern aus dem polnischen Łódź und dem walisischen Llangefni wohnten die Besucher in „Gamla Stan", der Stockholmer Altstadt, mit Panoramablick auf den Hafen in einer Jugendherberge in unmittelbarer Nachbarschaft des königlichen Schlosses. Diesen zu genießen blieb im Lauf der vier Tage vor Ort aber kaum Zeit, denn während die Lehrer die bisherige Projektarbeit reflektierten und die verbleibenden gut vier Projektmonate bis zum Abschlusstreffen in Wales planten, lernten die Schülerinnen und Schüler den Unterricht auf Schwedisch aus erster Hand kennen. Besonders beeindruckt zeigten sie sich von den kleinen Lerngruppen in gut ausgestatteten, großzügigen Unterrichtsräumen sowie von der Tatsache, dass ihre schwedischen Partner in Stillarbeitsphasen Musik hören durften! „Das hätten wir bei uns auch gerne", stellte eine Schülerin fest. Doch nicht nur die Arbeit, sondern auch das Kennenlernen von Land und Leuten fand in dem von Anderson gemeinsam mit seinen Kollegen Sarah Malmgren und Lorentz Persson ausgearbeiteten Programm seinen Platz. Und so stellte ein Schüler verwundert fest, dass es sich bei dem „Vasa"-Museum mitnichten um eine Ausstellung zur Geschichte getrockneten Vollkorngetreidebrotes handelt, sondern die des 1628 auf seiner Jungfernfahrt noch im Hafen gesunkenen und 1961 geborgenen Flaggschiffs des berühmten Schwedenkönigs Gustav II. Adolf. Auch in den Goldenen Saal des Stockholmer Rathauses, in dem alljährlich am 10. Dezember die Nobelpreise überreicht werden, führte der Weg, und ganz besondere Anklang bei allen Bersenbrückern fand das Elchestreicheln im Freilichtmuseum „Skansen". Den Höhepunkt des Programms bildete der Tagesausflug in das Skigebiet „Kungsberget" nördlich von Stockholm, wo sich Waliser, Polen und Deutsche unter schwedischer Anleitung in Pistenköniginnen und –Könige verwandelten und die olympischen Winterspiele kurzerhand vorwegnahmen. Dass sie die drei unerwartet schulfreien Tage im heimatlichen Bersenbrück versäumt hatten, focht die Schüler vor diesem Hintergrund nicht an. „Toll, aber viel zu kurz!" war die einhellige Meinung, als man sich am Abend des 8. Februar voneinander Abschied nahm, um das Erlebte zu Hause zu berichten. Weitere Informationen zu dem von der Europäischen Kommission finanzierten Projekt „Food – Our Friend, Our Future" können unter www.fofof.co.uk im Internet eingesehen werden.
Klicken Sie zur Vergrößerung auf die Miniaturansichten des obigen Zeitungsartikels sowie der nachfolgenden Fotos
Text und Fotos: Olaf Griese
Die letzte Projektfahrt im Rahmen des Comenius-Projekts "Food - Our Friend, Our Future" findet wie folgt statt:
28.Mai -2. Juni 2010: in Llangefny/Wales (voraussichtlich mit dem Flugzeug nach Manchester und dann mit dem Zug oder dem Sammeltaxi nach Conwy/Wales) Und hier eine kleine Rückschau:
Außer 15 Bersenbrückern nahmen auch 30 Teilnehmer aus den
Partnerschulen in Llangefni (Wales) und Solna (Schweden) an der Arbeit am
Comenius-Projekt „Food – Our Friend, Our Future“ teil. Im Zentrum stand die
Präsentation des gemeinsam gestalteten Kalenders mit traditionellen Rezepten
aus den Partnerländern, dessen Layout in Wales erstellt und der anschließend
in Polen gedruckt worden war. Lesen Sie mehr darüber im Artikel aus dem
"Bersenbrücker Kreisblatt" vom 21.11.2009, indem Sie mehrfach auf die
Miniaturansicht klicken.
Insgesamt 37 Schüler, Lehrer und Betreuer aus Wales, Polen und Schweden waren angereist, um sich mit ihren Gastgebern und Projektpartnern vom Gymnasium Bersenbrück auszutauschen und kreativ zu werden. Unter dem Titel „Food – our friend, our future“, sprich „Nahrung – unser Freund, unsere Zukunft“, möchten die beteiligten Schüler unter anderem gemeinsam einen Kalender erstellen. Dieser soll sich mit der Ernährungskultur in den verschiedenen Ländern befassen. Mehr Informationen über das Comenius-Projekt findet man hier, auf der speziellen Homepage für das Projekt unter www.fofof.co.uk und im Artikel vom 20.03.2009 im "Bersenbrücker Kreisblatt", indem Sie mehrfach auf die Miniaturansicht klicken!
Eine Delegation des Gymnasiums Bersenbrück weilte unlängst für einige Tage an der Ysgol y Bont in Wales (Großbritannien), um an einem Vorbereitungstreffen von Lehrern aus vier europäischen Schulen aus Deutschland, Wales, Schweden und Polen teilzunehmen. Dieses Treffen war die Auftaktveranstaltung für das von den beteiligten Schulen geplante Projekt „Food – Our Friend, Our Future“, das von der Europäischen Union im Rahmen des europäischen Comenius-Programms genehmigt wurde und gefördert wird. Für die nächsten zwei Jahre werden Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen in den verschiedensten Fächern an diesem Programm beteiligt sein. Neben einer Weihnachtskartenaktion beabsichtigen die Schulen, im Laufe des kommenden Jahres einen gemeinsamen Kalender zu Themen rund um regionale Ernährungskultur und Traditionen zusammenzustellen. Auch weitere Begegnungen zwischen Lehrern und Schülern der vier Schulen in Bersenbrück, Llangefni (auf der Insel Anglesey in Wales), Solna (bei Stockholm, Schweden) und in Lodz (Polen) sind vorgesehen. Das nächste Treffen wird im März 2009 in Bersenbrück stattfinden. Das Comenius-Projekt „Food – Our Friend, Our Future“ wird vom Programm für lebenslanges Lernen der Europäischen Kommission mitfinanziert und soll dazu dienen, Schülerinnen und Schülern Europa in seiner Vielfalt näherzubringen und so dazu beizutragen, an der Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Identität und einer positiven Einstellung zu Europa mitzuwirken. Die Arbeitssprache des Projekts ist Englisch. Mit dem sehr freundlichen Empfang der Bersenbrücker Lehrer und ihrer Kollegen aus Schweden und Polen durch die walisischen Lehrer und Schüler der Ysgol y Bont wurde ein Grundstein gelegt nicht nur für das geplante Projekt, sondern auch für die Entwicklung freundschaftlicher Beziehungen zwischen allen Beteiligten im Sinne des europäischen Gedankens. Joachim Biermann
Mehr Informationen findet man auf der Homepage für das Projekt: www.fofof.co.uk |
|
|