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Was schaut man sich in Berlin an? Berlin. Hier finden Sie eine kleine Auswahl.                                              

Das Brandenburger Tor

Das Brandenburger Tor am Pariser Platz in der Dorotheenstadt im Ortsteil Mitte (Bezirk Mitte) von Berlin wurde in den Jahren von 1788 bis 1791 auf Anweisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. von Carl Gotthard Langhans errichtet und ist das wichtigste Wahrzeichen der Stadt und gleichzeitig ein nationales Symbol, mit dem viele wichtige Ereignisse der Geschichte Berlins, Deutschlands, Europas und der Welt des 20. Jahrhunderts verbunden sind. Der Bau ist dem frühklassizistischen Stil zuzuordnen.Das Brandenburger Tor bildet mit dem Pariser Platz den Abschluss der Straße Unter den Linden. Auf der Westseite des Tores liegt der Platz des 18. März, an dem die Straße des 17. Juni beginnt, die den Tiergarten durchquert.Das Brandenburger Tor markierte die Grenze zwischen Ost- und West-Berlin und damit die Grenze zwischen den Staaten des Warschauer Paktes und der NATO. Es war bis zur Wiedervereinigung Deutschlands Symbol des Kalten Krieges und wurde nach 1990 zum Symbol der Wiedervereinigung Deutschlands und Europas.

C:\Dokumente und Einstellungen\schueler.AMILO2008-01\Eigene Dateien\Eigene Bilder\180px-Brandenburger_Tor_abends.jpgDas Brandenburger Tor abends im Dämmerlicht

Der Bau des Brandenburger Tores:

Mit dem Bau der Zollmauer der Stadt Berlin wurde 1734 ein Vorgängerbau des heutigen Brandenburger Tores als Stadttor an der Straße nach Brandenburg an der Havel errichtet. Im Zuge des Ausbaus der Mauer und ihrer Tore ließ der König das Brandenburger Tor neu gestalten, das dem Andenken an den Krieg des unmittelbar zuvor verstorbenen Friedrich II. diente, von dessen Verdiensten auch etwas Glanz auf den Neffen und Nachfolger fallen sollte. Am 6. August 1791 wurde das noch nicht ganz fertige Tor von König Friedrich Wilhelm II. eingeweiht.

Im Jahr 1793 wurde dem Brandenburger Tor die Quadriga mit der geflügelten Siegesgöttin Nike beziehungsweise Victoria aufgesetzt. Dass es sich bei der Wagenlenkerin um die vielfach genannte Friedensgöttin Eirene gehandelt hat, ist aus vielen Gründen unwahrscheinlich. Nicht zuletzt, weil Eirene in ihren Darstellungen niemals mit Flügeln zu sehen ist. Auch andere Belege, wie ein Protokoll zwischen Langhans und Schadow vom 13. März 1789 weisen eindeutig auf Victoria hin

http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/brandenburger-tor/

 

Der Reichstag

Der Reichstag ist heute einer der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Berlins. Seit dem Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin wurden mehr als 15 Millionen Besucher gezählt. Vor allem die gläserne Kuppel auf dem Reichstag entwickelte sich zum Hauptanlaufpunkt für Touristen.

Erbaut wurde der Reichstag von 1884-1894 nach den Plänen von Paul Wallot. Mit der Proklamation des Deutschen Kaiserreichs 1871 wurde Berlin zur Reichshauptstadt. Das neu entstandene Parlament benötigte nun einen Regierungssitz. Wallot fügte dabei Elemente aus Renaissance, Barock und Klassizismus zusammen, um sein Bauwerk entsprechend repräsentativ und monumental erscheinen zu lassen. Die noch heute erhaltene Giebelinschrift „Dem Deutschen Volke“ wurde erst im Jahre 1916 hinzugefügt.

Mit dem Reichstagsgebäude sind bedeutende Wendepunkte und Ereignisse der deutschen Geschichte verbunden. Am 9. November 1918 rief der SPD-Politiker Philipp Scheidemann vom Balkon am Westportal die Republik aus. Am Abend des 27. Februar 1933 ereignete sich der „Reichstagsbrand“. Dabei wurden der Plenarsaal und die Kuppel vollständig zerstört. Eine rote Fahne der Sowjetunion, gehisst am 30. April 1945 durch zwei Rotarmisten, symbolisierte den Sieg über das „Dritte Reich“.

Nach dem Krieg wurde der schwerbeschädigte Reichstag vorerst nicht weiter genutzt. Die Kuppel musste 1957 aus statischen Gründen gesprengt werden. Ein erster Umbau begann im Jahre 1957 durch Paul Baumgarten. U.a. verglaste er den Plenarsaal und drängte fast alle historischen Züge des Gebäudes zurück.

Am 4. Oktober 1990 fand im Plenarsaal die erste Sitzung des aus Bundestag und Volkskammer zusammengesetzten gesamtdeutschen Parlaments statt. Knapp drei Monate später konnte die erste konstituierende Sitzung des gesamtdeutschen Bundestages im Reichstag stattfinden. Die Abstimmung über den zukünftigen Regierungssitz fiel am 20. Juni 1991 zugunsten Berlins aus.

Es folgte eine zweite Umbauphase ab 1994, die mit der ersten Sitzung des Bundestages im neuen Reichstagsgebäude am 19. April 1999 endete. Der britische Architekt Sir Norman Foster setzte seine Entwürfe um und es entstand ein hochfunktionales Parlament. Vor allem die gläserne Kuppel ist zu einer der größten Touristenattraktionen geworden. Das 800 Tonnen schwere Bauwerk aus Stahl und Glas misst 40m im Durchmesser und 23,5m in der Höhe. An der Innenseite winden sich zwei spiralförmig angelegte Wege bis zur Aussichtsplattform in die Höhe und wieder hinunter zur Dachterrasse.

Im Sommer 1995 konnte der Reichstag einen völlig unpolitischen Erfolg verbuchen. Zwei Wochen lang war der komplette Reichstag unter einer rund 100.000qm großen Plane verschwunden. Diese Aktion von dem Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude verhalfen dem Reichstag zu internationaler Popularität.

 http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/reichstag/

 

Das LEGOLAND Discovery Centre

Am 31. März 2007 wurde das LEGOLAND Discovery Centre im Sony Center am Potsdamer Platz eröffnet. Es ist das weltweit erste Indoor LEGOLAND. Die Besucher können in der rund 3.500 Quadratmeter großen Freizeitattraktion für zwei Stunden in eine interaktive Welt aus LEGO Steinen eintauchen. Insgesamt gibt es im LEGOLAND Discovery Centre sechs Themenbereiche.

Die erste Station entführt den Besucher in eine LEGO Fabrik. Der Blick hinter die Kulissen zeigt den kleinen und großen Besuchern, wie LEGO Steine entstehen. Als Andenken kann sich jeder seinen eigenen mit nach Hause nehmen. Weiter geht die Reise in den zweiten Bereich, dem großen Bau- und Testcentre. Dort heißt es kreativ sein und seinen Ideen freien Lauf lassen.

Auf Rütteltischen können kleine und große Baumeister zum Beispiel testen, ob ihr LEGO Turm einem Erdbeben standhält. Eine Rennstrecke lädt Besucher ein, Autos um die Wette fahren zu lassen. In der Dschungel Expedition, dem dritten Abschnitt, sollen die LEGO Entdecker auf einem Quizpfad wandern und Fragen beantworten. Die vierte Station ist das 4-D-Kino. Durch Spezialeffekte werden die Besucher für einen Moment der Realität entzogen und selbst Teil des Geschehens.

Zurück in der LEGO Welt führt der Weg zum einem der Highlights der Attraktion: das Miniland. Hier ist die Stadt Berlin im Kleinformat aus vier bis fünf Millionen LEGO Steinen nachgebaut. Ob Alexanderplatz, Reichstag oder das Brandenburger Tor, hier kann alles bestaunt werden. Zum Abschluss sorgt eine Fahrattraktion für eine Reise durch die Drachenburg. In einer Gondel fahren die Besucher an Rittern, Drachen und einem Burgfräulein aus LEGO Steinen entlang  

http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/legoland-discovery-centre/

 

Berliner Zoo:

Die Berliner haben ein besonders inniges Verhältnis zu Tieren. Und es ist ein großes Privileg für sie, in einer Stadt zu leben, die zwei Zoos hat. Einer der beiden, der traditionsreiche Berliner Zoo, liegt mitten in der City-West und ist der älteste Zoo Deutschlands. Mit 1400 Arten (einschließlich Aquarium Berlin) und rund 14000 Tieren, die sich auf einer Fläche von 34 Hektar tummeln, ist er der artenreichste Zoo der Welt. Gleich neben dem gleichnamigen Bahnhof und der Gedächtniskirche gelegen, lädt er immer wieder zu einem Besuch ein.

Das Tierreich wurde 1844 auf Initiative der Zoologen Alexander v. Humboldt und Martin Lichtenstein gegründet und war damit der erste Zoo Deutschlands. Mit Hilfe des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné und namhaften Baumeistern entstand ein attraktives Gelände mit Antilopenhaus (1872) und Elefantenhaus (1873).

Auch wenn rund um den Zoo in den letzten hundert Jahren die City West wuchs und hier das Menschengewühl am dichtesten ist: Ursprünglich lag der Zoologische Garten am (West-) Rand der Innenstadt, genauer gesagt, bei seiner Gründung 1844 sogar außerhalb Berlins. Berlin befand sich östlich des Tiergartens, der Zoo entstand hingegen westlich auf dem Gelände der königlichen Fasanerie. Rund drei Millionen Tierfreunde besuchen den Zoo jährlich. Die unumstrittenen Stars sind die Pandabären.

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http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/zoologischer-garten/

Alexanderplatz:

Der Alexanderplatz, so genannt seit dem Besuch Zar Alexanders I. 1805, hatte sich noch bis in die Mitte des 19. Jh. seinen vorstädtischen Charakter bewahrt. Hier wurden die Viehmärkte abgehalten, und die nahe liegenden Kasernen nutzten das Areal als Exerzier- und Paradeplatz.

Erst mit dem Bau der S-Bahn 1882, der Zentralen Markthalle 1886, dem Kaufhaus Tietz 1904-11 und der U-Bahn seit 1913 entwickelte sich der "Alex" zum wichtigsten Verkehrs- und Einkaufszentrum für die östlichen Stadtteile Berlins. Sein Wahrzeichen war die bronzene "Berolina". Durch den Ausbau des U-Bahn-Netzes und das tägliche Verkehrschaos wurde 1928 die Umgestaltung des Platzes angeregt. In seiner Mitte entstand ein Kreisverkehr, die Neubebauung nach Plänen von Peter Behrens konnte jedoch nur in der westlichen Hälfte realisiert werden.

Seine heutige Gestalt erhielt der Alexanderplatz nach den verheerenden Kriegszerstörungen erst ab den 60er Jahren. Der Platz wurde um ein Vielfaches vergrößert und verlor seinen geschlossenen Charakter zugunsten einer amorphen und ausufernden Brache. Das Kerngebiet wurde zur Fußgängerzone, der Verkehr wird über  Straßen um den Platz herumgeführt.

Nach der Wiedervereinigung herrschte unter West-Berliner Entscheidungsträgern über die (nicht vorhandenen) städtebaulichen Qualitäten Einigkeit - ein Wettbewerb wurde ausgeschrieben, dessen Siegerentwurf (Hans Kollhoff) den Abriss eines Großteils der heutigen Bebauung und die Errichtung von 13 Hochhäusern vorsieht. Doch ob das Projekt jemals realisiert wird, steht in den Sternen. Jenseits aller Geschmacksfragen muss man jedoch konstatieren, dass der Alexanderplatz der mit Abstand monumentalste innerstädtische Platz in Deutschland ist. Und auch das ist eine Qualität.

http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/alexanderplatz/

 

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Berliner Dom:

Mit seinen markanten Gestaltungsmerkmalen ist der Berliner Dom ein Muss für jeden Kirchenliebhaber. Als ehemalige Hof- und Domkirche der Hohenzollern wurde der Dom unter Kaiser Wilhelm II. 1894–1905 neu gebaut. Die Geschichte reicht aber bis in das Mittelalter zurück, wo sie im Jahre 1465 mit dem Bau einer Oberpfarr- und Domkirche auf der Spreeinsel begann. Heute sind vor allem die Tauf- und Traukirche, das Kaiserliche Treppenhaus, die Hohenzollerngruft, das Dommuseum und natürlich die Predigtkirche mit der beeindruckenden Kuppel einen Besuch wert.

Im Jahre 1747 ließ Friedrich der Große von Johann Boumann d.Ä. ein barockes Gotteshaus mit Tambourkuppel errichten. Dieses wurde rund 70 Jahre später durch Karl Friedrich Schinkel im klassizistischen Stil innen und außen erneuert. Nach mehreren kleinen Umbauarbeiten am Dom entschied sich Kaiser Wilhelm II. 1894 den Entwurf des Dombaumeisters Julius Carl Raschdorff zu entsprechen, der einen Abriss des alten Doms vorsah.

Der Berliner Dom als ein Zentralbau im Stil einer barock beeinflussten italienischen Hochrenaissance war von Anfang an dreigeteilt. Das Bauwerk bestand ursprünglich aus der Predigtkirche, der Tauf- und Traukirche und der heute nicht mehr vorhandenen Denkmalkirche. Die Domkuppel war von vier Ecktürmen flankiert und erhob sich gut 114 m über den Straßenniveau. Innen wurde der Dom mit umfangreichen neutestamentlichen und kirchenreformatorischen Elementen versehen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom durch eine Flüssigkeitsbrandbombe schwer beschädigt und verwandelte die Predigtkirche mit der Hohenzollerngruft in eine Ruine. Erst dreißig Jahre später begann der Wiederaufbau der zerstörten Kirche. Im Jahre 1983 waren die Außenarbeiten am Dom abgeschlossen. Die Innenarbeiten wurden 2002 mit der feierlichen Enthüllung des achten und letzten Kuppelmosaiks beendet.

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Checkpoint Charlie:

Checkpoint Charlie war neben der Glienicker Brücke der bekannteste Grenzübergang in Berlin. Die Atmosphäre des Kalten Krieges war an kaum einen anderen Ort so zu spüren wie hier. Doch von Schlagbäumen, Schikanen und Wachtürmen ist heute nichts mehr zu sehen. Einzig und allein eine Nachbildung des Wachhäuschens erinnert an diese frostige Nahtstelle des Kalten Krieges.

Der Kontrollpunkt war einer von drei, der durch die Amerikaner kontrolliert wurde. Daneben gab es noch die Grenzkontrollpunkte Helmstedt-Marienborn (Checkpoint Alpha) und Dreilinden-Drewitz (Checkpoint Bravo). Der Übergang dürfte nur von Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der BRD in der DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden.

Seine Bekanntheit erlangte der Übergang vor allem im Oktober 1961. Dort standen sich sowjetische und alliierte Panzer mit scharfer Munition gegenüber. Auch war der Kontrollpunkt Schauplatz spektakulärer Fluchten, die aber zum Teil wie im Fall Peter Fechter tödlich ausgingen.

Checkpoint Charlie zählt heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Neben dem Kontrollpunkt kann man das Mauermuseum in der Nähe besuchen. Kernpunkt der Ausstellung sind Dokumente über ge- und missglückte Fluchtversuche sowie die Ausstellung der verschiedenen Fluchtobjekte.

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Fernsehturm:

Der Berliner Fernsehturm ist mit seinen 368m das höchste Bauwerk in Deutschland und stellt zugleich den Anspruch eines der markantesten Wahrzeichen Berlins zu sein. Touristen und Einheimische strömen heute bei gutem Wetter in den Fernsehturm, um in der Turmkugel zu speisen oder auf dem Aussichtsdeck einfach nur den Blick über Berlin zu genießen.

Seine Entstehung ist dem Umstand zu verdanken, dass die DDR eine Sendeanlage benötigte, die zugleich leistungsstark und landesweit ausstrahlen konnte. Nachdem sich der zuerst angedachte Standort in den Müggelbergen als Gefahrenquelle für den Flughafen Berlin-Schönefeld herausstellte, entschied der SED-Parteichef Walter Ulbricht im Jahr 1964 den Fernsehturm am Alexanderplatz zu bauen. Schon im Spätsommer des gleichen Jahres begannen die Bauarbeiten und es sollten nur knapp vier Jahre vergehen bis der komplette Turm fertiggestellt wurde. Im Oktober 1969 konnte er in Betrieb genommen werden und ist seit dem nicht mehr aus dem Stadtbild Berlins wegzudenken.

Heute strömen jährlich rund 1 Million Besucher aus aller Welt vornehmlich in die Aussichtsetage in 203m Höhe, um bei gutem Wetter bis zu 40km weit zu gucken. Eine Etage darüber befindet sich das Telecafé, das sich in einer halben Stunde einmal um die eigen Achse dreht.

Es wird oft und gerne erzählt, die Berliner würden den Fernsehturm „Telespargel“ nennen. Doch dieser von den DDR-Offiziellen gewünschte Spitzname setzte sich schon zu DDR-Zeiten nicht durch. Es kursierten aber vom Volk geschaffene Spitznamen wie „Imponierkeule“, „Protzstengel“ oder „St. Walter“ (SED-Parteichef Walter Ulbricht). In der Regel benutzen die Berliner aber dieBezeichnung Fernsehturm.

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Botanischer Garten:

Der 1897-1910 nach Plänen des Architekten Alfred Koerner und unter Leitung des Gartendirektors Adolf Engler angelegte Botanische Garten im Bezirk Steglitz gehört mit 43 ha Fläche und etwa 22.000 Pflanzenarten zu den größten und artenreichsten botanischen Gärten der Welt. In beispielhafter Form repräsentiert er die an Peter Lenné und Gustav Meyer orientierte Gartenkunst des späten 19. Jahrhunderts.

Die Anlage, heute eine Zentraleinrichtung der Freien Universität, besteht aus drei Bereichen: dem parkähnlichen Arboretum (Gehölz- und Rosensammlung); der Exposition weltweiter pflanzengeographischer Formationen; und der systematischen Abteilung mit rund 1.500 Pfanzenarten. In den Jahren 1981-83 wurde außerdem ein 3.000 qm großer Duft- und Tastgarten für Sehbehinderte und Rollstuhlfahrer angelegt.

Fünfzehn Schaugewächshäuser befinden sich in geometrischer Anordnung am Ostrand des Parks, darunter das 1907 errichtete, 25 m hohe und eine Fläche von rund 1.700 qm überdachende Große Tropenhaus - eines der größten der Welt und exponiertes Beispiel für die Glas-Stahl-Architektur des 19. Jahrhunderts. Ihm vorgelagert ist das Victoria-Haus, in unmittelbarer Nähe befinden sich weitere, 1980-87 unter Leitung des Architekten Engelbert Kremser erneuerte Gewächshäuser.

In den Jahren 1905/06 entstand aus den Beständen des ehemals Königlichen Herbariums auf dem Gelände des damaligen Botanischen Gartens in Schöneberg (heute Heinrich-v.-Kleist-Park) das Botanische Museum am Eingang Königin-Luise-Straße. Es umfaßt neben umfangreichen wissenschaftlichen Pflanzensammlungen - darunter das Generalherbarium mit rund 3,5 Mio. Herbarbögen - auch das Schaumuseum, das europaweit einzige rein botanische Museum. Hier können neben zahlreichen Modellen des Pflanzenreichs unter anderem die pflanzlichen Beigaben ägyptischer Pharaonengräber studiert werden.

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Madame Tussauds

Madame Tussauds bringt 200 Jahre Tradition nach Berlin. Die Besucher gehen direkt mit internationalen Stars, Sportlegenden, politischen Größen und historischen Persönlichkeiten auf Tuchfühlung und können die Momente und Zeiten nacherleben, die diese Personen berühmt gemacht haben.

Im Juli eröffnete Madame Tussauds am historischen Standort Unter den Linden, nur wenige Meter entfernt vom Brandenburger Tor. Wie die sieben Schwesterattraktionen bietet auch Madame Tussauds Berlin einen Mix aus Interaktivität, Bezug zur Region und Geschichte zum Anfassen. Außerdem gibt es einen „Hinter den Kulissen“-Bereich, in dem gezeigt wird, wie aufwendig es ist, eine Wachsfigur zu formen – von privaten Treffen mit Prominenten zur genauen Körperabmessung, dem so genannten „Sitting“, bis hin zum finalen Garderoben-Check.

Die Geschichte von Madame Tussaud

Die Wurzeln von Madame Tussauds reichen zurück bis ins Jahr 1770. In Paris lernte Marie Tussaud unter Anleitung ihres Mentors und Onkels, Dr. Philippe Curtius, Wachsbildnisse zu erstellen. Im Alter von 19 Jahren wurde sie Privatlehrerin der Schwester von König Ludwig XVI am Palast von Versailles. Während der französischen Revolution wurde Marie Tussaud gezwungen, die Totenmasken prominenter Guillotine-Opfer für das Revolutionsmuseum anzufertigen. Nachdem Maries Onkel 1794 starb, erbte sie seine Wachsfigurensammlung, mit der sie 1802 nach London zog. Mit ihrer Wanderausstellung tourte sie mehrere Jahre durch Großbritannien und Irland. Zu dieser Zeit wurden Nachrichten noch durch Mund zu Mund Propaganda verbreitet. So wurde die Ausstellung von Madame Tussaud zu einer Art reisende Zeitung, die Jedermann mit Bildern des aktuellen Weltgeschehens belieferte und sie von Angesicht zu Angesicht auf die Menschen hinter den Schlagzeilen treffen ließ. 1835 wurde Madame Tussauds’ Ausstellung fest in London installiert und ist seit 1884 in der Marylebone Road zu finden.

Im 20. Jahrhundert begann sich die Rolle von Madame Tussauds zu wandeln. Durch die immer größer werdende Medienlandschaft, waren Informationen zu aktuellen Ereignissen schneller und einfacher verfügbar. Die Attraktion veränderte sich allmählich von einer Informationsquelle über aktuelle Ereignisse hin zur Darstellung von Berühmtheiten. In der Vergangenheit trotzte die Attraktion außerdem dem großen Brand von 1925, dem Erdbeben von 1931 und der Bombardierung im zweiten Weltkrieg.

Bis heute wächst Madame Tussauds stetig und verknüpft seine Tradition und Geschichte mit dem Glanz internationaler Stars des 21. Jahrhunderts. Mittlerweile verfügt das Unternehmen über acht Standorte weltweit, darunter London, New York, Las Vegas, Shanghai, Washington DC, Hong Kong und Amsterdam. Madame Tussauds erweitert seine Attraktionen kontinuierlich um Wachsfiguren von derzeit angesagten Prominenten oder wichtigen Personen des Zeitgeschehens. Außerdem warten virtuelle Herausforderungen und Mitmachelemente auf die Besucher. In Berlin können sie zum Beispiel Seite an Seite mit der Kanzlerin Angela Merkel eine Rede an die Nation halten, ihren IQ mit dem von Albert Einstein messen oder mit Ludwig van Beethoven auf einem interaktiven Klavier spielen.

 

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KaDeWe:

Das Kaufhaus des Westens, kurz: KaDeWe, ist mehr als ein gut sortiertes Einkaufsparadies. Als der größte Konsumtempel auf dem Kontinent Europa und als eines der Wahrzeichen von Berlin, ist das KaDeWe international bekannt und wird oftmals in einem Atemzug mit Harrods in London oder den Galeries Lafayette in Paris genannt. Die Geschichte des Kaufhauses spiegelt aber auch das bewegte vergangene Jahrhundert der Stadt Berlin wider. In diesem Jahr feiert das Warenhaus seinen 100. Geburtstag

Gegründet im Jahre 1907 durch den Kommerzienrat Adolf Jandorf, wurde das Haus knapp 20 Jahre später durch Hermann Tietz erworben.
Das Haus erlitt im Zweiten Weltkrieg durch einen Brand schwere Schäden, konnte aber rekonstruiert werden. Am 3.Juli 1950 wurde das Kaufhaus feierlich wiedereröffnet und gleich am ersten Verkaufstag strömten rund 180.000 Besucher in das Haus.

Heute präsentiert das KaDeWe auf acht Etagen alles, was man sich nur erdenken kann. Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich vor allem bei den Berlinern die in der 6. Etage angesiedelte Feinschmeckerabteilung.

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  http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/kadewe/

Museumsinsel

Auf der Nordspitze der Spreeinsel in der Stadtmitte liegt einer der herausragenden Museumskomplexe Europas. Im Laufe von 100 Jahren entstand bis 1930 ein Ensemble, an dem fünf Architekten beteiligt waren. Das 1999 in die UNESCO- Liste des Weltkulturerbes aufgenommene Ensemble wird bis 2010 restauriert. Ziele sind die Beseitigung der Kriegsschäden, die technische Modernisierung und die bauliche Anpassung an den wachsenden Besucherandrang.

Das Alte Museum von Karl Friedrich Schinkel (1825–30), dessen Gebäudefront den Lustgarten am Berliner Dom beherrscht, ist ein Meisterwerk klassizistischer Architektur. Neben dem Kupferstichkabinett sind hier Wechselausstellungen zu sehen. Die renovierte und im Dezember 2001 wieder eröffnete Alte Nationalgalerie hinter dem Alten Museum ist der nächste Höhepunkt. Friedrich August Stüler gestaltete die Nationalgalerie, in der europäische und deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts und Skulpturen ausgestellt sind, wie einen antiken Tempel, der auf einem hohen Sockel steht. Der Entwurf Stülers wurde 1867–76 von Johann Heinrich Strack vollendet.

Das Reiterstandbild auf der Freitreppe stellt König Friedrich Wilhelm IV. dar, der die Idee zur Museumsinsel hatte. In der Alten Nationalgalerie sind Werke der französischen Impressionisten (Manet, Monet, Renoir) zu sehen, daneben Gemälde der Romantik von Caspar David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel. An der Nordspitze der Insel liegt das Bode-Museum, 1898–1904 von Ernst von Ihne für Gemälde und Skulpturen erbaut. Es wurde 2006 feierlich wiedereröffnet.

 

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Rotes Rathaus:

Das Rote Rathaus, Sitz des Regierenden Bürgermeisters und des Senats von Berlin, ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Berlin. Der Name des Gebäudes stammt von der Fassadengestaltung mit roten Ziegelsteinen. Zwischen 1861 und 1869 wurde das Rote Rathaus nach den Entwürfen von Hermann Waesemann gebaut. Nach der Grundsteinlegung konnte die erste Magistratssitzung schon vier Jahre später im Rathaus abgehalten werden. Das Gebäude im Neo-Renaissancestil zeichnet sich als eine Mehrflügelanlage im Rundbogenstil mit insgesamt drei Innenhöfen und einem knapp 74 m hohen Turm aus.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus stark beschädigt und wurde in den Nachkriegsjahren wieder rekonstruiert. In Folge der Teilung Berlins tagte der Ost-Berliner Magistrat im Roten Rathaus und der West-Berliner Senat im Rathaus Schöneberg. Seit 1991 dient das Rote Rathaus wieder als gemeinsamer Regierungssitz. Im Rathaus befinden sich mehrere erwähnenswerte Räume. Der Wappensaal ist ursprünglich der Tagungsort der Stadtverordnetenversammlung gewesen. Der Name des Saals rührt von den Fenstern her, denn in ihnen sind alle Wappen Berlins und die Wappen aller Berliner Stadtbezirke eingearbeitet. Heute werden hier vor allem Staatsgäste empfangen.

Der Große Festsaal wurde beim Bau für Feierlichkeiten angelegt. Bis 1990 tagte hier die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung. Als größter Raum im Rathaus wird er heute für größere Veranstaltungen wie Empfänge oder Zeremonien genutzt. Der Säulensaal ist der schönste Saal des Roten Rathauses. In der 9 m hohen Halle war ursprünglich die Bibliothek untergebracht. Heute wird der Säulensaal für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

In der dritten Etage befinden sich zwei Säle, die die Namen zweier Nachkriegspolitiker tragen - Louise Schroeder und Ferdinand Friedensburg. Diese Säle werden heute vor allem für Sitzungen genutzt, können aber auch gemietet werden. In den Fluren der dritten Etage sind zudem die Portraits aller Ehrenbürger Berlins angebracht, gezeichnet von Rolf Dübner.

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Das Schloss Charlottenburg

Das Schloss Charlottenburg wurde in den Jahren 1695 bis 1699 nach Entwürfen des Architekten J. Arnold Nering gebaut. Es war zunächst als ein kleines Garten- und Lustschlösschen für die Gemahlin des Kurfürsten Friedrich III., Sophie Charlotte, gedacht.

Nach der Krönung des Kurfürsten im Jahre 1701 zum ersten König in Preußen wurde das Schloss durch den Architekten Eosander v. Göthe zu einem mehr repräsentativen Sitz nach Versailler Vorbild ausgebaut. Der zentrale Mittelbau mit seinen elf Fensterachsen wurde nun durch Seitenflügel ergänzt und es entstand ein Cour d´honneur, ein Ehrenhof. Auch kam in dieser Phase das wohl charakteristischste Bauelement des Schlosses hinzu, die etwas zu groß geratene Kuppel.

Als Sophie Charlotte im Jahre 1705 starb, erhielten das Schloss und das in der Nähe gelegene Dorf ihren Namen. Mit dem Tode König Friedrichs I. im Jahre 1713 wurden die Bauarbeiten abgebrochen und erst unter Friedrich dem Großen 1740 weitergeführt.
Nach Entwürfen von Knobelsdorff entstand zwischen 1740-46 der Neue Flügel im Osten, der das Gegenstück zum älteren Westflügel mit der Orangerie darstellen sollte.

Als ein letztes Bauteil kam 1791 das Schlosstheater nach Plänen von Carl Gotthard Langhans hinzu. Diese Verlängerung der Orangerie sollte den Abschluss der fast 100-jährigen Bauzeit bedeuten.

Nachdem das Schloss Charlottenburg im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde, benötigten die Restauratoren über zwei Jahrzehnte für den Wiederaufbau.

 http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/schloss-charlottenburg/

Schloss Bellevue :

Ein Jahr vor dem Tod Friedrichs d. Gr. setzte sich endlich auch in Preußen der Klassizismus durch. Schloss Bellevue ist der erste klassizistische Schlossbau in Preußen, dessen dreiflüglige Grundform zwar noch dem Barock entstammt, dessen strenge Fassade aber eindeutig klassizistisch ist.

In nur einem Jahr, 1785, entstand das Schloss unter der Leitung von Philipp Daniel Boumann als Sommersitz für den jüngsten Bruder des Königs, August Ferdinand. Bis 1918 wurde es von den Hohenzollern bewohnt, 1935-38 diente es als Museum für Völkerkunde.

Anschließend, nach einem tiefgreifenden Umbau durch Paul Baumgarten, der das Innere völlig veränderte, fungierte es als Gästehaus der Regierung. Nach schweren Kriegszerstörungen wurde es in alter Form wiederaufgebaut, allerdings mit wiederum verändertem Inneren. Nur der Ovale Saal, 1791 von Carl Gotthard Langhans eingebaut, blieb erhalten.

Seit 1959 diente das Schloss den Bundespräsidenten als Berliner Dependance, seit 1993 ist es ihr erster Amtssitz. Südlich des Schlosses, im nicht zugänglichen Park, entstand das viergeschossige Bürogebäude des Bundespräsidialamts in Ellipsenform (1996-98 Martin Gruber, Helmut Kleine-Kraneburg). Die Fenster sind schmucklos in die dunkelgrün polierte Granitfassade eingeschnitten

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http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/schloss-bellevue/

 

Weltzeituhr:

Von dem Industriedesigner Erich John entworfen und von Hans-Joachim Kunsch ausgeführt, wurde die 10 Meter hohe Weltzeituhr 1969 im Zuge der sozialistischen Neugestaltung des Alexanderplatzes aufgestellt. Auf einer Säule dreht sich ein mit geätzten Aluminiumplatten verkleideter, farbig emaillierter Zylinder, der in 24 Segmenten verschiedene Länder der Erde schematisch geografisch darstellt und die Uhrzeiten wichtiger Städte anzeigt. Die über dem Zylinder auf rotierenden Metallkreisen angebrachten Kugeln symbolisieren die Planeten auf ihren Bahnen. Der Boden unterhalb der Stahlkonstruktion wurde mit einem Mosaik in Form einer Windrose gestaltet. Heute wie zu DDR-Zeiten ist die Weltzeituhr ein beliebter Treffpunkt für Berliner und Touristen

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Hauptbahnhof:

Der Hauptbahnhof wurde am 28. Mai 2006 nach etwa elfjähriger Bauzeit eröffnet, zuvor befand sich an dieser Stelle der Lehrter Stadtbahnhof. Ursprünglich war die Eröffnung für das Jahr 2000 geplant, Probleme mit dem Grundwasserspiegel und Untergrund verzögerten dies jedoch.

Der Berliner Hauptbahnhof ist heute der größte und modernste Kreuzungsbahnhof Europas. Entworfen wurde er vom Architekten Meinhard von Gerkan, vom Hamburger Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner.

Es gibt zwei Hauptebenen für den Bahnverkehr sowie drei Verbindungs- und Geschäftsebenen.

Das Konzept einer Kathedrale des Verkehrs konnte nicht ganz nach den Wünschen des Architekten verwirklicht werden. So mußte u.a. die geplante Gewölbekonstruktion einem Flachdach weichen, das Glasdach über der oberen Schienenanlage wurde gekürzt. Das führte zu Konflikten zwischen Bahnchef Mehdorn und dem Architekten.

Trotzdem ist der Bahnhof filigran, großzügig und lichtdurchflutet. Die 321 Meter lange gläserne Halle der in Ost-West-Richtung verlaufenden Stadtbahn wird von der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden 160 Meter langen und 40 Meter breiten Bahnhofshalle gekreuzt. Damit wird architektonisch der vorgegebene Gleisverlauf unterstrichen. Ein raffiniertes System großer Öffnungen in den Decken aller Ebenen lässt Tageslicht bis zu den unteren Gleisen gelangen. Zwei 46 Meter hohe Bürogebäude, die so genannten Bügelbauten, überspannen außerdem die Stadtbahn und bilden den weithin sichtbaren Rahmen für diesen einzigartigen Verkehrsknotenpunkt. So hebt die Architektur den Charakter des Bahnhofs als Kreuzung hervor. Für die Hamburger Architekten von Gerkan, Marg & Partner war die Bedeutung des neuen Berliner Hauptbahnhofs als Schnittstelle im zusammenwachsenden Europa der bestimmende Faktor ihres Entwurfes.  

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Das Sony-Center

Ähnlich wie in der Nachkriegszeit Hans Scharoun und Ludwig Mies van der Rohe stehen heute Frank O. Gehry und Helmut Jahn für zwei ganz unterschiedliche Architekturauffassungen. Helmut Jahn, gebürtiger Nürnberger und seit den sechziger Jahren in Chicago ansässig, gilt als Exponent genau jener kommerziellen Architektur, gegen die Frank Gehrys "Dekonstruktivismus" opponiert: gläserne Hochhaus-Riesen, rentabilitätsoptimierte Bürokästen, überdimensionale Einkaufszentren. Doch Jahn wäre nicht so gefragt, wenn er nur ein guter Ingenieur wäre. Seine Gebäude heben sich wohltuend aus der Masse der "Gebrauchsarchitektur" heraus, sofern man seinen Stil grundsätzlich mag.

Jahns wichtigstes Berliner Projekt ist das Sony Center am Potsdamer Platz, ein stahl-und glasdominiertes Ensemble aus sieben Einzelbauten. Hier finden sich Büros, Wohnungen, Kinos und Gastronomie, ein "Filmhaus" und die Sony-Europazentrale. Den Mittelpunkt des dreieckigen Areals bildet das ovale "Forum", das sich als Teil des öffentlichen Stadtraumes versteht und daher nicht von den umliegenden Straßen separiert ist. Eine spektakuläre Ingenieursleistung ist die Dachkonstruktion: Das aufgefächerte Zeltdach aus Stoffbahnen ist mit Zugankern an dem Stahlring befestigt, der auf den umliegenden Gebäuden aufliegt. Markantester Bauteil ist das gläserne Hochhaus, mit 103 Metern höchstes Haus am Platz. Es rundet das Sony Center zum Potsdamer Platz hin ab, indem sich die halbkreisförmige Südfassade nach oben hin vor die östliche Schmalseite schiebt.

Das gläserne Sony Center kontrastiert reizvoll mit der "steinernen" Debis-Stadt. Allerdings sind beide "Stadtteile" stark nach innen ausgerichtet - die Neue Potsdamer Straße ist mehr Grundstücksgrenze als urbane Hauptschlagader.

 http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/sony-center/

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