Der Reichstag ist heute einer der meist besuchten
Sehenswürdigkeiten Berlins. Seit dem Umzug der Regierung von Bonn nach Berlin
wurden mehr als 15 Millionen Besucher gezählt. Vor allem die gläserne Kuppel auf
dem Reichstag entwickelte sich zum Hauptanlaufpunkt für Touristen.
Erbaut wurde der Reichstag von 1884-1894 nach den Plänen von Paul Wallot. Mit
der Proklamation des Deutschen Kaiserreichs 1871 wurde Berlin zur
Reichshauptstadt. Das neu entstandene Parlament benötigte nun einen
Regierungssitz. Wallot fügte dabei Elemente aus Renaissance, Barock und
Klassizismus zusammen, um sein Bauwerk entsprechend repräsentativ und monumental
erscheinen zu lassen. Die noch heute erhaltene Giebelinschrift „Dem Deutschen
Volke“ wurde erst im Jahre 1916 hinzugefügt.
Mit dem Reichstagsgebäude sind bedeutende Wendepunkte und Ereignisse der
deutschen Geschichte verbunden. Am 9. November 1918 rief der SPD-Politiker
Philipp Scheidemann vom Balkon am Westportal die Republik aus. Am Abend des 27.
Februar 1933 ereignete sich der „Reichstagsbrand“. Dabei wurden der Plenarsaal
und die Kuppel vollständig zerstört. Eine rote Fahne der Sowjetunion, gehisst am
30. April 1945 durch zwei Rotarmisten, symbolisierte den Sieg über das „Dritte
Reich“.
Nach dem Krieg wurde der schwerbeschädigte Reichstag vorerst nicht weiter
genutzt. Die Kuppel musste 1957 aus statischen Gründen gesprengt werden. Ein
erster Umbau begann im Jahre 1957 durch Paul Baumgarten. U.a. verglaste er den
Plenarsaal und drängte fast alle historischen Züge des Gebäudes zurück.
Am 4. Oktober 1990 fand im Plenarsaal die erste Sitzung des aus Bundestag und
Volkskammer zusammengesetzten gesamtdeutschen Parlaments statt. Knapp drei
Monate später konnte die erste konstituierende Sitzung des gesamtdeutschen
Bundestages im Reichstag stattfinden. Die Abstimmung über den zukünftigen
Regierungssitz fiel am 20. Juni 1991 zugunsten Berlins aus.
Es folgte eine zweite Umbauphase ab 1994, die mit der ersten Sitzung des
Bundestages im neuen Reichstagsgebäude am 19. April 1999 endete. Der britische
Architekt Sir Norman Foster setzte seine Entwürfe um und es entstand ein
hochfunktionales Parlament. Vor allem die gläserne Kuppel ist zu einer der
größten Touristenattraktionen geworden. Das 800 Tonnen schwere Bauwerk aus Stahl
und Glas misst 40m im Durchmesser und 23,5m in der Höhe. An der Innenseite
winden sich zwei spiralförmig angelegte Wege bis zur Aussichtsplattform in die
Höhe und wieder hinunter zur Dachterrasse.
Im Sommer 1995 konnte der Reichstag einen völlig unpolitischen Erfolg verbuchen.
Zwei Wochen lang war der komplette Reichstag unter einer rund 100.000qm großen
Plane verschwunden. Diese Aktion von dem Künstlerpaar Christo und Jeanne-Claude
verhalfen dem Reichstag zu internationaler Popularität.
http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/legoland-discovery-centre/
Berliner Zoo:
Die Berliner haben ein besonders inniges Verhältnis zu
Tieren. Und es ist ein großes Privileg für sie, in einer Stadt zu leben, die
zwei Zoos hat. Einer der beiden, der traditionsreiche Berliner Zoo, liegt mitten
in der City-West und ist der älteste Zoo Deutschlands. Mit 1400 Arten
(einschließlich Aquarium
Berlin) und rund 14000 Tieren, die sich auf einer Fläche von 34
Hektar tummeln, ist er der artenreichste Zoo der Welt. Gleich neben dem
gleichnamigen Bahnhof und der Gedächtniskirche gelegen, lädt er immer wieder
zu einem Besuch ein.
Das Tierreich wurde 1844 auf Initiative der Zoologen Alexander v. Humboldt und
Martin Lichtenstein gegründet und war damit der erste Zoo Deutschlands. Mit
Hilfe des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné und namhaften Baumeistern
entstand ein attraktives Gelände mit Antilopenhaus (1872) und Elefantenhaus
(1873).
Auch wenn rund um den Zoo in den letzten hundert Jahren die City West wuchs und
hier das Menschengewühl am dichtesten ist: Ursprünglich lag der Zoologische
Garten am (West-) Rand der Innenstadt, genauer gesagt, bei seiner Gründung 1844
sogar außerhalb Berlins. Berlin befand sich östlich des Tiergartens, der Zoo
entstand hingegen westlich auf dem Gelände der königlichen Fasanerie. Rund
drei Millionen Tierfreunde besuchen den Zoo jährlich. Die unumstrittenen Stars
sind die Pandabären.
http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/zoologischer-garten/
Alexanderplatz:
Der
Alexanderplatz, so genannt seit dem Besuch Zar Alexanders I. 1805, hatte sich
noch bis in die Mitte des 19. Jh. seinen vorstädtischen Charakter bewahrt. Hier
wurden die Viehmärkte abgehalten, und die nahe liegenden Kasernen nutzten das
Areal als Exerzier- und Paradeplatz.
Erst mit dem Bau der S-Bahn 1882, der Zentralen Markthalle 1886, dem Kaufhaus
Tietz 1904-11 und der U-Bahn seit 1913 entwickelte sich der "Alex" zum
wichtigsten Verkehrs- und Einkaufszentrum für die östlichen Stadtteile
Berlins. Sein Wahrzeichen war die bronzene "Berolina". Durch den
Ausbau des U-Bahn-Netzes und das tägliche Verkehrschaos wurde 1928 die
Umgestaltung des Platzes angeregt. In seiner Mitte entstand ein Kreisverkehr,
die Neubebauung nach Plänen von Peter Behrens konnte jedoch nur in der
westlichen Hälfte realisiert werden.
Seine heutige Gestalt erhielt der Alexanderplatz nach den verheerenden
Kriegszerstörungen erst ab den 60er Jahren. Der Platz wurde um ein Vielfaches
vergrößert und verlor seinen geschlossenen Charakter zugunsten einer amorphen
und ausufernden Brache. Das Kerngebiet wurde zur Fußgängerzone, der Verkehr
wird über Straßen um den Platz
herumgeführt.
Nach der Wiedervereinigung herrschte unter West-Berliner Entscheidungsträgern
über die (nicht vorhandenen) städtebaulichen Qualitäten Einigkeit - ein
Wettbewerb wurde ausgeschrieben, dessen Siegerentwurf (Hans Kollhoff) den Abriss
eines Großteils der heutigen Bebauung und die Errichtung von 13 Hochhäusern
vorsieht. Doch ob das Projekt jemals realisiert wird, steht in den Sternen.
Jenseits aller Geschmacksfragen muss man jedoch konstatieren, dass der
Alexanderplatz der mit Abstand monumentalste innerstädtische Platz in
Deutschland ist. Und auch das ist eine Qualität.
http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/alexanderplatz/
Berliner
Dom:
Mit seinen
markanten Gestaltungsmerkmalen ist der Berliner Dom ein Muss für jeden
Kirchenliebhaber. Als ehemalige Hof- und Domkirche der Hohenzollern wurde der
Dom unter Kaiser Wilhelm II. 1894–1905 neu gebaut. Die Geschichte reicht aber
bis in das Mittelalter zurück, wo sie im Jahre 1465 mit dem Bau einer
Oberpfarr- und Domkirche auf der Spreeinsel begann. Heute sind vor allem die
Tauf- und Traukirche, das Kaiserliche Treppenhaus, die Hohenzollerngruft, das
Dommuseum und natürlich die Predigtkirche mit der beeindruckenden Kuppel einen
Besuch wert.
Im Jahre 1747 ließ Friedrich der Große von Johann Boumann d.Ä. ein barockes
Gotteshaus mit Tambourkuppel errichten. Dieses wurde rund 70 Jahre später durch
Karl Friedrich Schinkel im klassizistischen Stil innen und außen erneuert. Nach
mehreren kleinen Umbauarbeiten am Dom entschied sich Kaiser Wilhelm II. 1894 den
Entwurf des Dombaumeisters Julius Carl Raschdorff zu entsprechen, der einen
Abriss des alten Doms vorsah.
Der Berliner Dom als ein Zentralbau im Stil einer barock beeinflussten
italienischen Hochrenaissance war von Anfang an dreigeteilt. Das Bauwerk bestand
ursprünglich aus der Predigtkirche, der Tauf- und Traukirche und der heute
nicht mehr vorhandenen Denkmalkirche. Die Domkuppel war von vier Ecktürmen
flankiert und erhob sich gut 114 m über den Straßenniveau. Innen wurde der Dom
mit umfangreichen neutestamentlichen und kirchenreformatorischen Elementen
versehen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Dom durch eine Flüssigkeitsbrandbombe schwer
beschädigt und verwandelte die Predigtkirche mit der Hohenzollerngruft in eine
Ruine. Erst dreißig Jahre später begann der Wiederaufbau der zerstörten
Kirche. Im Jahre 1983 waren die Außenarbeiten am Dom abgeschlossen. Die
Innenarbeiten wurden 2002 mit der feierlichen Enthüllung des achten und letzten
Kuppelmosaiks beendet.

Checkpoint Charlie:
Checkpoint Charlie war neben der Glienicker Brücke der
bekannteste Grenzübergang in Berlin. Die Atmosphäre des Kalten Krieges war an
kaum einen anderen Ort so zu spüren wie hier. Doch von Schlagbäumen, Schikanen
und Wachtürmen ist heute nichts mehr zu sehen. Einzig und allein eine
Nachbildung des Wachhäuschens erinnert an diese frostige Nahtstelle des Kalten
Krieges.
Der Kontrollpunkt war einer von drei, der durch die Amerikaner kontrolliert
wurde. Daneben gab es noch die Grenzkontrollpunkte Helmstedt-Marienborn
(Checkpoint Alpha) und Dreilinden-Drewitz (Checkpoint Bravo). Der Übergang dürfte
nur von Ausländern und Mitarbeitern der Ständigen Vertretung der BRD in der
DDR sowie von DDR-Funktionären benutzt werden.
Seine Bekanntheit erlangte der Übergang vor allem im Oktober 1961. Dort standen
sich sowjetische und alliierte Panzer mit scharfer Munition gegenüber. Auch war
der Kontrollpunkt Schauplatz spektakulärer Fluchten, die aber zum Teil wie im
Fall Peter Fechter tödlich ausgingen.
Checkpoint Charlie zählt heute zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der
Stadt. Neben dem Kontrollpunkt kann man das Mauermuseum in der Nähe besuchen.
Kernpunkt der Ausstellung sind Dokumente über ge- und missglückte
Fluchtversuche sowie die Ausstellung der verschiedenen Fluchtobjekte.

Fernsehturm:
Der
Berliner Fernsehturm ist mit seinen 368m das höchste Bauwerk in Deutschland und
stellt zugleich den Anspruch eines der markantesten Wahrzeichen Berlins zu sein.
Touristen und Einheimische strömen heute bei gutem Wetter in den Fernsehturm,
um in der Turmkugel zu speisen oder auf dem Aussichtsdeck einfach nur den Blick
über Berlin zu genießen.
Seine Entstehung ist dem Umstand zu verdanken, dass die DDR eine Sendeanlage benötigte,
die zugleich leistungsstark und landesweit ausstrahlen konnte. Nachdem sich der
zuerst angedachte Standort in den Müggelbergen als Gefahrenquelle für den
Flughafen Berlin-Schönefeld herausstellte, entschied der SED-Parteichef Walter
Ulbricht im Jahr 1964 den Fernsehturm am Alexanderplatz zu bauen. Schon im Spätsommer
des gleichen Jahres begannen die Bauarbeiten und es sollten nur knapp vier Jahre
vergehen bis der komplette Turm fertiggestellt wurde. Im Oktober 1969 konnte er
in Betrieb genommen werden und ist seit dem nicht mehr aus dem Stadtbild Berlins
wegzudenken.
Heute strömen jährlich rund 1 Million Besucher aus aller Welt vornehmlich in
die Aussichtsetage in 203m Höhe, um bei gutem Wetter bis zu 40km weit zu
gucken. Eine Etage darüber befindet sich das Telecafé, das sich in einer
halben Stunde einmal um die eigen Achse dreht.
Es wird oft und gerne erzählt, die Berliner würden den Fernsehturm
„Telespargel“ nennen. Doch dieser von den DDR-Offiziellen gewünschte
Spitzname setzte sich schon zu DDR-Zeiten nicht durch. Es kursierten aber vom
Volk geschaffene Spitznamen wie „Imponierkeule“, „Protzstengel“ oder
„St. Walter“ (SED-Parteichef Walter Ulbricht). In der Regel benutzen die
Berliner aber dieBezeichnung Fernsehturm.

Botanischer
Garten:
Der
1897-1910 nach Plänen des Architekten Alfred Koerner und unter Leitung des
Gartendirektors Adolf Engler angelegte Botanische Garten im Bezirk Steglitz gehört
mit 43 ha Fläche und etwa 22.000 Pflanzenarten zu den größten und
artenreichsten botanischen Gärten der Welt. In beispielhafter Form repräsentiert
er die an Peter Lenné und Gustav Meyer orientierte Gartenkunst des späten 19.
Jahrhunderts.
Die Anlage, heute eine Zentraleinrichtung der Freien Universität, besteht aus
drei Bereichen: dem parkähnlichen Arboretum (Gehölz- und Rosensammlung); der
Exposition weltweiter pflanzengeographischer Formationen; und der systematischen
Abteilung mit rund 1.500 Pfanzenarten. In den Jahren 1981-83 wurde außerdem ein
3.000 qm großer Duft- und Tastgarten für Sehbehinderte und Rollstuhlfahrer
angelegt.
Fünfzehn Schaugewächshäuser befinden sich in geometrischer Anordnung am
Ostrand des Parks, darunter das 1907 errichtete, 25 m hohe und eine Fläche von
rund 1.700 qm überdachende Große Tropenhaus - eines der größten der Welt und
exponiertes Beispiel für die Glas-Stahl-Architektur des 19. Jahrhunderts. Ihm
vorgelagert ist das Victoria-Haus, in unmittelbarer Nähe befinden sich weitere,
1980-87 unter Leitung des Architekten Engelbert Kremser erneuerte Gewächshäuser.
In den Jahren 1905/06 entstand aus den Beständen des ehemals Königlichen
Herbariums auf dem Gelände des damaligen Botanischen Gartens in Schöneberg
(heute Heinrich-v.-Kleist-Park) das Botanische Museum am Eingang Königin-Luise-Straße.
Es umfaßt neben umfangreichen wissenschaftlichen Pflanzensammlungen - darunter
das Generalherbarium mit rund 3,5 Mio. Herbarbögen - auch das Schaumuseum, das
europaweit einzige rein botanische Museum. Hier können neben zahlreichen
Modellen des Pflanzenreichs unter anderem die pflanzlichen Beigaben ägyptischer
Pharaonengräber studiert werden.

Madame Tussauds
Madame
Tussauds bringt 200 Jahre Tradition nach Berlin. Die Besucher gehen direkt mit
internationalen Stars, Sportlegenden, politischen Größen und historischen Persönlichkeiten
auf Tuchfühlung und können die Momente und Zeiten nacherleben, die diese
Personen berühmt gemacht haben.
Im Juli eröffnete Madame Tussauds am historischen Standort Unter den Linden,
nur wenige Meter entfernt vom Brandenburger Tor. Wie die sieben
Schwesterattraktionen bietet auch Madame Tussauds Berlin einen Mix aus
Interaktivität, Bezug zur Region und Geschichte zum Anfassen. Außerdem gibt es
einen „Hinter den Kulissen“-Bereich, in dem gezeigt wird, wie aufwendig es
ist, eine Wachsfigur zu formen – von privaten Treffen mit Prominenten zur
genauen Körperabmessung, dem so genannten „Sitting“, bis hin zum finalen
Garderoben-Check.
Die Geschichte von Madame Tussaud
Die Wurzeln von Madame Tussauds reichen zurück bis ins Jahr 1770. In Paris
lernte Marie Tussaud unter Anleitung ihres Mentors und Onkels, Dr. Philippe
Curtius, Wachsbildnisse zu erstellen. Im Alter von 19 Jahren wurde sie
Privatlehrerin der Schwester von König Ludwig XVI am Palast von Versailles. Während
der französischen Revolution wurde Marie Tussaud gezwungen, die Totenmasken
prominenter Guillotine-Opfer für das Revolutionsmuseum anzufertigen. Nachdem
Maries Onkel 1794 starb, erbte sie seine Wachsfigurensammlung, mit der sie 1802
nach London zog. Mit ihrer Wanderausstellung tourte sie mehrere Jahre durch Großbritannien
und Irland. Zu dieser Zeit wurden Nachrichten noch durch Mund zu Mund Propaganda
verbreitet. So wurde die Ausstellung von Madame Tussaud zu einer Art reisende
Zeitung, die Jedermann mit Bildern des aktuellen Weltgeschehens belieferte und
sie von Angesicht zu Angesicht auf die Menschen hinter den Schlagzeilen treffen
ließ. 1835 wurde Madame Tussauds’ Ausstellung fest in London installiert und
ist seit 1884 in der Marylebone Road zu finden.
Im 20. Jahrhundert begann sich die Rolle von Madame Tussauds zu wandeln. Durch
die immer größer werdende Medienlandschaft, waren Informationen zu aktuellen
Ereignissen schneller und einfacher verfügbar. Die Attraktion veränderte sich
allmählich von einer Informationsquelle über aktuelle Ereignisse hin zur
Darstellung von Berühmtheiten. In der Vergangenheit trotzte die Attraktion außerdem
dem großen Brand von 1925, dem Erdbeben von 1931 und der Bombardierung im
zweiten Weltkrieg.
Bis heute wächst Madame Tussauds stetig und verknüpft seine Tradition und
Geschichte mit dem Glanz internationaler Stars des 21. Jahrhunderts.
Mittlerweile verfügt das Unternehmen über acht Standorte weltweit, darunter
London, New York, Las Vegas, Shanghai, Washington DC, Hong Kong und Amsterdam.
Madame Tussauds erweitert seine Attraktionen kontinuierlich um Wachsfiguren von
derzeit angesagten Prominenten oder wichtigen Personen des Zeitgeschehens. Außerdem
warten virtuelle Herausforderungen und Mitmachelemente auf die Besucher. In
Berlin können sie zum Beispiel Seite an Seite mit der Kanzlerin Angela Merkel
eine Rede an die Nation halten, ihren IQ mit dem von Albert Einstein messen oder
mit Ludwig van Beethoven auf einem interaktiven Klavier spielen.

KaDeWe:
Das
Kaufhaus des Westens, kurz: KaDeWe, ist mehr als ein gut sortiertes
Einkaufsparadies. Als der größte Konsumtempel auf dem Kontinent Europa und als
eines der Wahrzeichen von Berlin, ist das KaDeWe international bekannt und wird
oftmals in einem Atemzug mit Harrods in London oder den Galeries Lafayette in
Paris genannt. Die Geschichte des Kaufhauses spiegelt aber auch das bewegte
vergangene Jahrhundert der Stadt Berlin wider. In diesem Jahr feiert das
Warenhaus seinen 100. Geburtstag
Gegründet im Jahre 1907 durch den Kommerzienrat Adolf Jandorf, wurde das Haus
knapp 20 Jahre später durch Hermann Tietz erworben.
Das Haus erlitt im Zweiten Weltkrieg durch einen Brand schwere Schäden, konnte
aber rekonstruiert werden. Am 3.Juli 1950 wurde das Kaufhaus feierlich wiedereröffnet
und gleich am ersten Verkaufstag strömten rund 180.000 Besucher in das Haus.
Heute präsentiert das KaDeWe auf acht Etagen alles, was man sich nur erdenken
kann. Ungebrochener Beliebtheit erfreut sich vor allem bei den Berlinern die in
der 6. Etage angesiedelte Feinschmeckerabteilung.
http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/kadewe/
Museumsinsel
Auf der
Nordspitze der Spreeinsel in der Stadtmitte liegt einer der herausragenden
Museumskomplexe Europas. Im Laufe von 100 Jahren entstand bis 1930 ein Ensemble,
an dem fünf Architekten beteiligt waren. Das 1999 in die UNESCO- Liste des
Weltkulturerbes aufgenommene Ensemble wird bis 2010 restauriert. Ziele sind die
Beseitigung der Kriegsschäden, die technische Modernisierung und die bauliche
Anpassung an den wachsenden Besucherandrang.
Das Alte Museum von Karl Friedrich Schinkel (1825–30), dessen Gebäudefront
den Lustgarten am Berliner Dom beherrscht, ist ein Meisterwerk klassizistischer
Architektur. Neben dem Kupferstichkabinett sind hier Wechselausstellungen zu
sehen. Die renovierte und im Dezember 2001 wieder eröffnete Alte
Nationalgalerie hinter dem Alten Museum ist der nächste Höhepunkt. Friedrich
August Stüler gestaltete die Nationalgalerie, in der europäische und deutsche
Malerei des 19. Jahrhunderts und Skulpturen ausgestellt sind, wie einen antiken
Tempel, der auf einem hohen Sockel steht. Der Entwurf Stülers wurde 1867–76
von Johann Heinrich Strack vollendet.
Das Reiterstandbild auf der Freitreppe stellt König Friedrich Wilhelm IV. dar,
der die Idee zur Museumsinsel hatte. In der Alten Nationalgalerie sind Werke der
französischen Impressionisten (Manet, Monet, Renoir) zu sehen, daneben Gemälde
der Romantik von Caspar David Friedrich und Karl Friedrich Schinkel. An der
Nordspitze der Insel liegt das Bode-Museum, 1898–1904 von Ernst von Ihne für
Gemälde und Skulpturen erbaut. Es wurde 2006 feierlich wiedereröffnet.
Rotes Rathaus:
Das Rote
Rathaus, Sitz des Regierenden Bürgermeisters und des Senats von Berlin, ist
eines der bekanntesten Wahrzeichen von Berlin. Der Name des Gebäudes stammt von
der Fassadengestaltung mit roten Ziegelsteinen. Zwischen 1861 und 1869 wurde das
Rote Rathaus nach den Entwürfen von Hermann Waesemann gebaut. Nach der
Grundsteinlegung konnte die erste Magistratssitzung schon vier Jahre später im
Rathaus abgehalten werden. Das Gebäude im Neo-Renaissancestil zeichnet sich als
eine Mehrflügelanlage im Rundbogenstil mit insgesamt drei Innenhöfen und einem
knapp 74 m hohen Turm aus.
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus stark beschädigt und wurde in den
Nachkriegsjahren wieder rekonstruiert. In Folge der Teilung Berlins tagte der
Ost-Berliner Magistrat im Roten Rathaus und der West-Berliner Senat im Rathaus
Schöneberg. Seit 1991 dient das Rote Rathaus wieder als gemeinsamer
Regierungssitz. Im Rathaus befinden sich mehrere erwähnenswerte Räume. Der
Wappensaal ist ursprünglich der Tagungsort der Stadtverordnetenversammlung
gewesen. Der Name des Saals rührt von den Fenstern her, denn in ihnen sind alle
Wappen Berlins und die Wappen aller Berliner Stadtbezirke eingearbeitet. Heute
werden hier vor allem Staatsgäste empfangen.
Der Große Festsaal wurde beim Bau für Feierlichkeiten angelegt. Bis 1990 tagte
hier die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung. Als größter Raum im Rathaus
wird er heute für größere Veranstaltungen wie Empfänge oder Zeremonien
genutzt. Der Säulensaal ist der schönste Saal des Roten Rathauses. In der 9 m
hohen Halle war ursprünglich die Bibliothek untergebracht. Heute wird der Säulensaal
für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.
In der dritten Etage befinden sich zwei Säle, die die Namen zweier
Nachkriegspolitiker tragen - Louise Schroeder und Ferdinand Friedensburg. Diese
Säle werden heute vor allem für Sitzungen genutzt, können aber auch gemietet
werden. In den Fluren der dritten Etage sind zudem die Portraits aller Ehrenbürger
Berlins angebracht, gezeichnet von Rolf Dübner.
Das Schloss Charlottenburg
Das Schloss Charlottenburg wurde in den Jahren 1695 bis
1699 nach Entwürfen des Architekten J. Arnold Nering gebaut. Es war zunächst als
ein kleines Garten- und Lustschlösschen für die Gemahlin des Kurfürsten
Friedrich III., Sophie Charlotte, gedacht.
Nach der Krönung des Kurfürsten im Jahre 1701 zum ersten König in Preußen wurde
das Schloss durch den Architekten Eosander v. Göthe zu einem mehr
repräsentativen Sitz nach Versailler Vorbild ausgebaut. Der zentrale Mittelbau
mit seinen elf Fensterachsen wurde nun durch Seitenflügel ergänzt und es
entstand ein Cour d´honneur, ein Ehrenhof. Auch kam in dieser Phase das wohl
charakteristischste Bauelement des Schlosses hinzu, die etwas zu groß geratene
Kuppel.
Als Sophie Charlotte im Jahre 1705 starb, erhielten das Schloss und das in der
Nähe gelegene Dorf ihren Namen. Mit dem Tode König Friedrichs I. im Jahre 1713
wurden die Bauarbeiten abgebrochen und erst unter Friedrich dem Großen 1740
weitergeführt.
Nach Entwürfen von Knobelsdorff entstand zwischen 1740-46 der Neue Flügel im
Osten, der das Gegenstück zum älteren Westflügel mit der Orangerie darstellen
sollte.
Als ein letztes Bauteil kam 1791 das Schlosstheater nach Plänen von Carl
Gotthard Langhans hinzu. Diese Verlängerung der Orangerie sollte den Abschluss
der fast 100-jährigen Bauzeit bedeuten.
Nachdem das Schloss Charlottenburg im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt wurde,
benötigten die Restauratoren über zwei Jahrzehnte für den Wiederaufbau.
http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/schloss-charlottenburg/
Schloss Bellevue :
Ein Jahr
vor dem Tod Friedrichs d. Gr. setzte sich endlich auch in Preußen der
Klassizismus durch. Schloss Bellevue ist der erste klassizistische Schlossbau in
Preußen, dessen dreiflüglige Grundform zwar noch dem Barock entstammt, dessen
strenge Fassade aber eindeutig klassizistisch ist.
In nur einem Jahr, 1785, entstand das Schloss unter der Leitung von Philipp
Daniel Boumann als Sommersitz für den jüngsten Bruder des Königs, August
Ferdinand. Bis 1918 wurde es von den Hohenzollern bewohnt, 1935-38 diente es als
Museum für Völkerkunde.
Anschließend, nach einem tiefgreifenden Umbau durch Paul Baumgarten, der das
Innere völlig veränderte, fungierte es als Gästehaus der Regierung. Nach
schweren Kriegszerstörungen wurde es in alter Form wiederaufgebaut, allerdings
mit wiederum verändertem Inneren. Nur der Ovale Saal, 1791 von Carl Gotthard
Langhans eingebaut, blieb erhalten.
Seit 1959 diente das Schloss den Bundespräsidenten als Berliner Dependance,
seit 1993 ist es ihr erster Amtssitz. Südlich des Schlosses, im nicht zugänglichen
Park, entstand das viergeschossige Bürogebäude des Bundespräsidialamts in
Ellipsenform (1996-98 Martin Gruber, Helmut Kleine-Kraneburg). Die Fenster sind
schmucklos in die dunkelgrün polierte Granitfassade eingeschnitten
http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/schloss-bellevue/
Weltzeituhr:
Von
dem Industriedesigner Erich John entworfen und von Hans-Joachim Kunsch ausgeführt,
wurde die 10 Meter hohe Weltzeituhr 1969 im Zuge der sozialistischen
Neugestaltung des Alexanderplatzes aufgestellt. Auf einer Säule dreht sich ein
mit geätzten Aluminiumplatten verkleideter, farbig emaillierter Zylinder, der
in 24 Segmenten verschiedene Länder der Erde schematisch geografisch darstellt
und die Uhrzeiten wichtiger Städte anzeigt. Die über dem Zylinder auf
rotierenden Metallkreisen angebrachten Kugeln symbolisieren die Planeten auf
ihren Bahnen. Der Boden unterhalb der Stahlkonstruktion wurde mit einem Mosaik
in Form einer Windrose gestaltet. Heute wie zu DDR-Zeiten ist die Weltzeituhr
ein beliebter Treffpunkt für Berliner und Touristen
Hauptbahnhof:
Der
Hauptbahnhof wurde am 28. Mai 2006 nach etwa elfjähriger Bauzeit eröffnet,
zuvor befand sich an dieser Stelle der Lehrter Stadtbahnhof. Ursprünglich war
die Eröffnung für das Jahr 2000 geplant, Probleme mit dem Grundwasserspiegel
und Untergrund verzögerten dies jedoch.
Der Berliner Hauptbahnhof ist heute der größte und modernste Kreuzungsbahnhof
Europas. Entworfen wurde er vom Architekten Meinhard von Gerkan, vom Hamburger
Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner.
Es gibt zwei Hauptebenen für den Bahnverkehr sowie drei Verbindungs- und Geschäftsebenen.
Das Konzept einer Kathedrale des Verkehrs konnte nicht ganz nach den Wünschen
des Architekten verwirklicht werden. So mußte u.a. die geplante Gewölbekonstruktion
einem Flachdach weichen, das Glasdach über der oberen Schienenanlage wurde gekürzt.
Das führte zu Konflikten zwischen Bahnchef Mehdorn und dem Architekten.
Trotzdem ist der Bahnhof filigran, großzügig und lichtdurchflutet. Die 321
Meter lange gläserne Halle der in Ost-West-Richtung verlaufenden Stadtbahn wird
von der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden 160 Meter langen und 40 Meter breiten
Bahnhofshalle gekreuzt. Damit wird architektonisch der vorgegebene Gleisverlauf
unterstrichen. Ein raffiniertes System großer Öffnungen in den Decken aller
Ebenen lässt Tageslicht bis zu den unteren Gleisen gelangen. Zwei 46 Meter hohe
Bürogebäude, die so genannten Bügelbauten, überspannen außerdem die
Stadtbahn und bilden den weithin sichtbaren Rahmen für diesen einzigartigen
Verkehrsknotenpunkt. So hebt die Architektur den Charakter des Bahnhofs als
Kreuzung hervor. Für die Hamburger Architekten von Gerkan, Marg & Partner
war die Bedeutung des neuen Berliner Hauptbahnhofs als Schnittstelle im
zusammenwachsenden Europa der bestimmende Faktor ihres Entwurfes.
Das Sony-Center
Ähnlich wie in der
Nachkriegszeit Hans Scharoun und Ludwig Mies van der Rohe stehen heute Frank O.
Gehry und Helmut Jahn für zwei ganz unterschiedliche Architekturauffassungen.
Helmut Jahn, gebürtiger Nürnberger und seit den sechziger Jahren in Chicago
ansässig, gilt als Exponent genau jener kommerziellen Architektur, gegen die
Frank Gehrys "Dekonstruktivismus" opponiert: gläserne Hochhaus-Riesen,
rentabilitätsoptimierte Bürokästen, überdimensionale Einkaufszentren. Doch Jahn
wäre nicht so gefragt, wenn er nur ein guter Ingenieur wäre. Seine Gebäude heben
sich wohltuend aus der Masse der "Gebrauchsarchitektur" heraus, sofern man
seinen Stil grundsätzlich mag.
Jahns wichtigstes Berliner Projekt ist das Sony Center am Potsdamer Platz, ein
stahl-und glasdominiertes Ensemble aus sieben Einzelbauten. Hier finden sich
Büros, Wohnungen, Kinos und Gastronomie, ein "Filmhaus" und die
Sony-Europazentrale. Den Mittelpunkt des dreieckigen Areals bildet das ovale
"Forum", das sich als Teil des öffentlichen Stadtraumes versteht und daher nicht
von den umliegenden Straßen separiert ist. Eine spektakuläre Ingenieursleistung
ist die Dachkonstruktion: Das aufgefächerte Zeltdach aus Stoffbahnen ist mit
Zugankern an dem Stahlring befestigt, der auf den umliegenden Gebäuden aufliegt.
Markantester Bauteil ist das gläserne Hochhaus, mit 103 Metern höchstes Haus am
Platz. Es rundet das Sony Center zum Potsdamer Platz hin ab, indem sich die
halbkreisförmige Südfassade nach oben hin vor die östliche Schmalseite schiebt.
Das gläserne Sony Center kontrastiert reizvoll mit der "steinernen" Debis-Stadt.
Allerdings sind beide "Stadtteile" stark nach innen ausgerichtet - die Neue
Potsdamer Straße ist mehr Grundstücksgrenze als urbane Hauptschlagader.
http://www.berlin.de/orte/sehenswuerdigkeiten/sony-center/
Weitere
Sehenswürdigkeiten finden Sie unter www.berlin.de
Quelle:
http://www.Berlin.de